Updates + Brügge + Rückkehr

Schon wieder sind drei Wochen ins Land gezogen und meine verbleibenden Tage in Frankreich nähern sich auch dem Ende; mit Verfassen diesen Eintrages sind es noch circa 20 derer.

In den letzten 21 Tagen ist einiges, wenn auch nicht viel, passiert.
Mit dem BDI “Road Trip”, der lokalen Studentenvereinigung mit Verantwortlichkeit für die Austauschstudenten, ging es mit eben jenen gen Osten. Um genau zu sein ins Nachbarland Belgien, nach Brügge. Dort hatten wir für einen Tag, einem Samstag, die Möglichkeit die Stadt uns anzuschauen. Wir unternahmen am Anfang eine Bootstour um die Stadt von den Kanälen aus kennenzulernen und durften uns später selbst frei bewegen. Fototour – Japanese-like! Abschließend erhielten wir eine Führung durch eine kleinere Bierbrauerei, inkl. Verkostung, in mitten der Stadt. Interessant waren die Reaktionen der anderen zum Bier. Viele beschwerten sich, dass es ihnen zu stark sei, ich fand’s hingegen normal. Sprich nicht sonderlich lecker, weil eben ein Bier. ;)

Ansonsten, für viele Erasmusler sind die Kurse inzwischen vorüber und daher reisen sie nun quer durch Europa, mit Zwangsaufenthalten auf den Flughäfen – Vulkanasche sei dank! Ich hingegen habe bis in die letzte Woche “Unterricht”. Seit Freitag ist für mich der letzte Kurs in französischer Sprache vorbei, es erwarten mich demnach nur noch welche in Englisch.

Durch interessante Gespräche mit Lehrern, Studenten, Mitbewohnern konnte ich viele neue Erfahrungen und Eindrücke gewinnen. Unter anderem war ich Gast im Deutschkurs der Franzosen, und, es ist faktisch wie bei uns: Der Lehrer spricht, der Student hört zu. Auch wurde mir der Grund für die 3-Tage Woche der Studenten im zweiten und dritten Jahr an der ESC (=Master, ISAM=Bachelor, ESC+ISAM = Groupe Superieure De Commerce Amiens) erklärt. Der Fokus liegt hier nicht auf dem Studenten, sondern auf der Lehrkraft. Für diese ist es eine Frage der Disponibilität (welch tolles Wort), sprich, für sie ist es wesentlich einfacher, drei Tage am Stück sich für die “Lehre” frei zu nehmen, als jeweils ein Tag in der Woche ein Semester lang.

Mit meinem “Auszug” am letzten Wochenende im Mai, wird, wie ich erfahren habe, das komplette Haus hier ausziehen. Beide Mitbewohner, zZt im ersten Jahr an der ESC, werden nicht ins zweite Jahr “versetzt”, u.a. weil sie den TOIC (ein Englischtest) nicht bestanden haben. Sprich ein Jahr(?) Auszeit für die beiden. Passiert. Und wundert mich auch nicht wirklich.

Inzwischen hat mich das Thema BD, franco-belgische Comics, ergriffen. Ãœber eine Rezension auf einer deutschen Seite bin ich auf ein interessantes Comic gestoßen. Es trägt den Titel “Unterm Hakenkreuz” im Original “Amours fragiles” (dt. zerbrechliche Liebe), und beschreibt im Allgemeinen die Sicht der Franzosen auf die Zeit, als immer mehr Deutsche mit dem Nationalsozialismus sympathisierten und im besonderen eine Liebesgeschichte zwischen einer Französin und einem Deutschen. Wirklich gut, allerdings auch ziemlich teuer. Ein Band kostet 15€, erschienen sind insgesamt vier.

Interessant ist, dass mir bisher noch keine derartige Geschichte im realen Leben über den Weg gelaufen ist. Bisher war es immer nur Franzose + Ausländerin und nicht andersherum. Lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.

Was steht noch so an?

Unabhängig der Suche nach einem Praktikum finden in den nächsten Wochen sicherlich einige Abschiedspartys statt. Lucy, unserer Australierin, hat mir ihrem Abflug am letzten Donnerstag quasi die Abreisesaison offiziell eingeleitet.

Das letzte Ausflugs-Highlight in der Picardie soll eine geführte Wattwanderung in der Sommebucht sein, allerdings steht dies noch in Planung.

Für den letzten Teil der Erasmusbeihilfe darf ich noch einen Erfahrungsbericht schreiben, bzw. ausfüllen, ‘s wird lustig.

Und zu guter Letzt versuche ich die letzten drei Tage unseres Ausfluges zu beenden.

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