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Bonobo@Puschkin, 31.05.2008

HipHop für Fortgeschrittene
Bonobo (Ninja Tune / London / UK)

Einfach nur der Wahnsinn: Bonobo zum ersten Mal zu Gast in Dresden. Er ist einer der Vorreiter in Sachen “conscious HipHop” und damit auch auf einem der renommiertesten Labels vertreten: Ninja Tune/UK. Weltweit begeistert er mit seiner Definition dieser Sounds und verzaubert die Zuhörer.

Soweit die Beschreibung vom Flyer.
Da denkste Dir: genial, da kommt wer aus der Übermetropole schlechthin, dann noch von einem Label die nur feinste Musik releasen.. da musste hin.
Gesagt getan.
Gegen 0 Uhr, nach 8 Euro Eintritt, im Pusckin aufgeschlagen.. und uns erst einmal in einem dichten Nebel aus widerlichen *qualm wiedergefunden.
“Verdrängt” von Rauchern sind wir - erstmalig - in die Location, wie man’s eben macht, umschauen, Lage sichten, Getränke zapfen. Doch vom einen Mief in den nächsten. Nachdem man durch den Eingangsvorhang durchgeschlüpft ist wurde man von einer Mischung aus Schweiß, Alkohol, vorzüglich Bier, Rauch und Parfüm(?) begrüßt. Sehr angenehm. Total. Schade das es das nicht als Eau de Toilette gibt oder Duftbäumchen. Ich täte mir es ins Zimmer hängen.
Dieser Zustand lies auf den nächsten schließen: fehlende Belüftung Schrägstrich Luftzirkulation. Beste Voraussetzung für intensiven Tanzgenuss. Gut, die meisten hat’s nicht gestört. Ist ja auch geil, alle Sachen am Körper kleben zu haben und sich diesen auf der Tanzfläche entledigen zu können.. aber, bisschen Luft zum atmen sollte schon gewährleistet werden.

Die Aufmachung vom Puschkin ist schon fein: Ein kleiner stylischer Club, mit, gestern war’n es zwei geöffneten Floors einen warum-auch-immer abgesperrten künstlichen Strand, ner Bar und eben einem Luftproblem.

Bonobo, gegen 1 Uhr dann auf der Bühne, zauberte fein(st)e Musik. Leider nur zweieinhalb Stunden. Dennoch sehr treibend und animierend sich zu bewegen, oder wie gesehen: Gliedmaßen durch die Kante zu werfen, Roboterbewegungen zu imitieren, epileptische Anfälle Schrägstrich Tourettesyndrome zu simulieren. Sehr lustig anzusehen.

Später schlug die Müdigkeit aufgrund akuten Sauerstoffmangels gnadenlos zu und wir mussten an die frische Luft.. regenerieren.. aber was uns dort so vor die Linse lief.. unglaublich. Ich zitiere einfach mal Ronny: “Boah, gugg dir den an, der hat mehr Haar im Gesicht als die aufm Kopf. Oder die, das Kraut aufm Kopf, die kann da ne Redbulldose drin verstecken.. Will garni wissen, was die hier alles rauchen. Die sind so alternativ, die sind schon wieder für die Alternativen zu alternativ. Die sind so zu, die rauchen bestimmt glei ihre Haare mit. (Kunde mit geröntgen Bart Simpsons-Shirt hippelig nen andern nach was zu rauchen anbettelnd).. der sieht so aus wie sein Shirt. Haste den fetten Kunden gesehn? (am Bratmobilstand) Der streicht sich durch die Haare und belegt dir dann den Burger. Willste einen haben? Zombieees. Soviel gestörte Kunden auf einen Haufen hab ich noch nie gesehen…”

Ja. So in etwa war’s dann auch.

Merke/Fazit:
* Location bis auf Belüftung sehr fein.
* Musik (Bonobo) uneingeschränkt zu empfehlen!
* Publikum: Mülltonne auf, rein, Mülltonne zu (nicht alle, aber größtenteils).