Letzten Sonntag sind Gernot und ich nach Mers-Les-Bains, ein Ort an der Grenze zur Normandie, gefahren und haben uns die Anfänge der Steilküsten angeschaut. Obwohl das Wetter jetzt nicht überragend war, hat sich der Ausflug dennoch gelohnt. Meeresluft, Wellenrauschen, es ist immer wieder sehr angenehm. Und, quasi als Premiere, gibt es diesmal auch Fotos!
Eigentlich eine gute Idee für ein Business in Deutschland, den meines Erachtens gibt es das in dieser Form noch nicht.
Was ist es? Als allererstes eine Marke. Für kulinarische Produkte aus Frankreich. Als zweites wirklich gut, wenn auch vergleichsweise teuer.
Im Detail.
Reflets de France vertreibt landestypische Produkte, besser Spezialitäten aus den einzelnen Regionen Frankreichs in ganz Frankreich. So findet man unter gleichem Label zB “Saucisson sec d’Auvergne” eine Art Salami aus der Region Auvergne in jedem besseren Supermarkt. Den Produkten sind keine Grenzen gesetzt, so gibt es u.a. Süßigkeiten, Fisch, Fleisch, Soßen, aber auch Fertiggerichte, zB Flammkuchen aus Alsace oder Fiscelle Picarde aus Picardie (wo ich mich gerade befinde) käuflich zu erwerben. Wirklich die Sachen, die typisch für die einzelnen Regionen sind, und dies in einer relativ großen Auswahl.
Und was wirklich wunderbare daran ist, dass man so, als Fremder, einen relativ einfachen kulinarischen Überblick über Frankreich bekommt. Denn wenn etwas typisch französisch ist, dann das Essen.
Egal ob City, Market, oder Hypermarket. Es ist eine Freude in den heiligen Hallen dieser Firma seine Einkäufe zu tätigen. Die Läden sind ästhetisch eingerichtet, sowohl farblich, als auch musikalisch. Die Regal sind sauber eingeräumt und idR voll bis oben hin. Das Angebot sucht seines gleichen, wobei die Breite des Angebotes bei den oben genannten Namen in dieser Reihenfolge hin zunimmt.
Heute war meine Premiere: ich war das erste Mal in einem Hypermarkt des französischen Marktführers im Einzelhandel.
Und ich bin aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Besonders faszinierend u.a. waren die lebenden Hummer und Krebse im Wasser, sowie die Eisregale in denen frischer Fisch angeboten wurde. First time ever, dass ich sowas in einem Markt gesehen habe, wenn man die Frischmärkte außen vor lässt. Wobei ich nicht wissen möchte, was damit passiert, wenn der Laden abends geschlossen wird.
Auch die ewig langen Regale mit gefühlt unendlich vielen Käsesorten, Wurst, Brot bzw. Bäckereiwaren, you name it, sind beeindruckend. So steht man davor und weiß nicht, was man kaufen soll. Entscheidungsunfreudige Menschen, bzw. welche die die Produkte nicht kennen sind auf der einen Seite hoffnungslos überfordert, auf der anderen Sorte ist es fantastisch, was man alles probieren kann, wenn man unter anderem viel Geld hat. Man könnte auch fast behaupten, was es dort nicht gibt, wird nicht produziert. Was natürlich falsch ist, aber man könnte es vermuten, bei der Auswahl von Produkten.
Ja, und wenn man nicht aufpasst, ist man schnell ein paar hunderte Euro für Food und/oder Nonfood ärmer, bzw. einen Einkaufswagen voller toller Dinge reicher.
Btw. solltet ihr euch Fragen, wieviel Geld ich dort ausgeben habe.. knapp 30 €.
Bisher habe ich zwei Kurse/Vorlesungen besucht, die beide in Englisch gehalten wurden:
- Small & Medium Business Development
- Managing intercultural Teams
Beide Veranstaltungen gingen jeweils drei Tage – von Montag bis Mittwoch. Jeweils von 9:30 Uhr bis 12:30 und von 14:00 bis 17:15, natürlich mit ein bis zwei Pausen pro Zeitraum. Am letzten Tag erfolgte in der letzten Zeitstunde jeweils ein Abschlusstest, meist eine Case-Study und damit war der Kurs vorbei.
Allgemein ist es so, dass eine Veranstaltung jeweils nur eine Woche geht, es am letzten Tag einen benoteten Abschluss mit 2 ECTS-Punkten gibt und danach frei für den Rest der Woche ist.
Das Niveau ist, wie ich empfinde, verglichen an dem was für einen Master in Deutschland (an der TUD) geleistet werden muss, unglaublich gering. Bisher waren eher softskillige Sachen als Hardfacts usus. Vielleicht wird sich dieses noch ändern, ich weiß es nicht, werde ich sehen. Aber es ist auf jeden Fall ungewohnt, in der Universität die Zeit mit Spielen, zB um interkulturelles Verständnis zu entwickeln, zu verbringen, statt mögliche Theorien zu lernen, die mögliche Ansätze zum Erlernen von interkulturellen Verständnis bereitstellen.
Alles in allem: bisher wurde getreu dem Motto “Tell me and I forget, teach me and I remember, involve me and I learn” unterrichtet, demnach ist es (bisher) wesentlich einfacher als in Deutschland.
Um den nun folgenden Eintrag hier wirklich zu verstehen zu können, empfiehlt es sich, entweder diesen beiden Artikel hier und hier vor dem eigentlichen Lesen gelesen, resp. überflogen zu haben, oder bereits einen ähnlichen Erfahrungsschatz zu besitzen.
Am kommenden Montag ist’s nun bereits ein Monat her, seitdem ich in Frankreich bin. In dieser Zeit bin ich viermal umgezogen, habe gefühlt tausend Freunde mehr auf Facebook und durfte durch einige Höhen und Tiefen gehen.
Doch das beeindruckenste ist: ich habe mich kennengelernt. Nicht als Person, sondern in meiner Nationalität. Als Deutscher. Und das ist eine äußerst seltsame, dennoch zu gleich sehr spannende Erfahrung. Wobei der Kurs diese Woche: “Managing intercultural teams” ein bisschen in der Verarbeitung nachgeholfen hat.
Wenn man kurz überlegt, welche stereotypischen Verhaltensweisen es bei einen Deutschen gibt – zB Pünktlichkeit, Ordnung, Struktur -, bzw. wie andere Kulturen unsere betrachten und beschreiben, dann bin ich froh, dass ich etwas aus der Reihe falle. Die oben genannten erfülle ich zB nicht sonderlich gut. ;) Doch sind diese drei Eigenschaften nur exemplarisch zu verstehen, denn und dies wurde mir die Woche klar, sind sie, obwohl ich sie zB nicht sonderlich gut ausführe, fest verankert. Verwurzelt. Dies zu erkennen und vor allem zu akzeptieren ist gar nicht mal so leicht. Es sind die Kleinigkeiten, wie immer im Leben, die einen zurück auf den Boden der Tatsachen holen.
Zum Beispiel die Zeit. Selbst wenn ich (für deutsche Verhältnisse) 15-30 Minuten zu spät zu einer Verabredung bin, bin ich entweder pünktlich oder zu zeitig. Das es erst manchmal bis zu zwei Stunden später losgehen kann, ist dann doch ungewöhnlich für mich und stört (etwas). Man ist es ja schließlich anders gewöhnt. Und.. siehe da: eine deutsche Tugend – die Pünktlichkeit. Und das, obwohl ich dagegen ankämpf(t)e, in dem ich schon später erscheine. Bei anderen Dingen ist’s im übrigen ähnlich.
Doch mit der Zeit und natürlich weiteren Erlebnissen lernt man eins: die Akzeptanz der eigenen Nationalität, auch wenn man bisher immer versucht hat den stereotypischen Eigenschaften zu widersprechen. Natürlich gehört dazu auch die Akzeptanz der anderen Nationalitäten und deren “Eigenarten” – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Und siehe da, der Horizont wurde breiter und wird es in Zukunft auch noch weiter werden. Gemäß Johari-Fenster, bezogen auf Kulturen/Nationalitäten, lernt man sich selbst besser kennen und minimiert somit ein Stück weit ein seinen eigenen “blinden Fleck”.
Es ist, so habe ich festgestellt, nicht schlimm ein Deutscher zu sein, wenn man weiß, wo andere die Qualitäten sehen, man selbst die “natürlichen” Eigenarten mit einem Zwinkern hin nimmt und sich bewusst ist, dass es da noch viel viel mehr gibt und eben keiner das Non-Plus-Ultra ist. Und so wird alles einfacher und lockerer.
Alles in allem ist dies nur der Versuch das Gefühl, welches ich empfinde, in Worte zu fassen.. es ist, wer es noch nicht selbst erfahren durfte, es auf jeden Fall Wert – Go abroad in an international community!
Hier schrieb ich, dass ich letzten Freitag Fragen zu einem französischen Text beantworten musste. Meine 336 Wörter möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Da ich relativ einfaches Französisch schreibe (noch, hoffentlich ;) ), wahrscheinlich gespickt mit vielen grammatikalischen Fehlern, sollte es keinerlei Probleme bei denjenigen geben, die diese Sprache entweder in der Schule hatten, oder in einem Kurs in der Uni, oder wo auch sonst immer besucht haben..
Vas-y!
France – Lʼesprit de clocher nʼest plus ce quʼil était
http://www.courrierinternational.com/article/2010/01/20/l-esprit-de-clocher-n-est-plus-ce-qu-il-etait
1. Quelle est votre opinion sur cette question?
Je nʼai vraiment pas un opinion, parce que je suis athée. Pour moi lʼéglises sont seulment bâtiments qui a déchu dʼimportance pour les gens. Restauration ou Démolition? Ça depend. Est-ce quʼil y a beaucoup des gens aller dans une office? Est-ce quʼil y a un transformation démographique? Est-ce quʼil y a encore beaucoup de recette dʼimpôts destiné aux églises? Est-ce que lʼéglise est croulante? Et combien dʼargent il fait pour restaurer? On a considéré cette questions pour répondre si une église es fermer.
Par exemple il est très cher pour restaurer et ne il y nʼa pas beaucoup des gens qui aller dans une office ni la bâtiment est dans une region touristique, je crois ça nʼest pas mauvais de séculariser la bâtiment et emprunter-il de un autre chemin. Mais la bâtiment est à un region populaire, comme Amiens, il faudrait une erreur ne réstaurait pas lʼéglise.
2. Comparez avec la situation dans votre pays.
Ça depend aussi. Je habite à Dresde et cette ville a reconstruit lʼéglise “Frauenkriche”. Il finit en 2005. Dans le 2ieme guerre mondiale elle était détruit pratiquement complète. Pour lʼepoche de RDA la ruine de lʼéglise était un mémorial pour rappeler de horreur de guerre. Après la chute de Mur de Berlin en 1989 les gens ont commencé donner de lʼargent pour restaurer lʼéglise. Comme ça le symbole de rappeler de horreur de guerre a changé de un symbol de la réunion et de paix. Dʼun autre côte il y a bien sûr de lʼéglises qui sont sécularisé. Mais je pense cʼest sont peu qui est fermé. Allemange cʼest un état gouverne dont groupe parlementaire comprenant la CDU et la CSU qui encourager la religion de la chrétienté et tente lʼimpossible pour déclin cela.
Bis auf’s Essen, dem französischen Kulturgut schlecht hin, gibt es noch weitere Kontaktpunkte zwischen ihr, der Kultur, und mir.
Da wären z.B. die sechs Filme, die mir Pascale geliehen hat, die typisch für das Land sind, die ich unbedingt sehen solle:
- Mon Oncle (1956)
- A Bout De Souffle (1960)
- La Grande Vadrouille (1966) – bereits gesehen, sehr lustig
- L’Aventure c’est L’Aventure (1972)
- Les Marmottes (1993)
- Scenes De Crimes (1999)
Oder aber den Film, welchen wir in der ersten Orientierungswoche gesehen haben:
- Le Dîner des cons (1998)
Aber auch in gedruckter Art und Weise gibt/gab es Erstkontakt, z.B. in Form des von mir am gestrigen Tage gekauften Buches “Le Petit Nicolas et Le Ballon”. Oder aber die BDs von Tintin, die ich angefangen habe..
Musikalisch hingegen habe ich noch nix entdecken können.. wobei doch. Gestern habe ich im FNAC (allein der Name is schon genial, im Prinzip ein Saturn mit integriertem Thalia) endlich nach längerer Suche das Regal mit der elektronischen Musik gefunden.. toll. ;)
Kurzer Wochenrückblick, wobei nicht viel passiert ist…
Bin am Montag vom Intermediate-Kurs (IK) “French as 2nd language” in den Advanced-Kurs (AK) gewechselt, da im IK auf Wunsch einer einzelnen Kanadierin das Erklärmuster von Erst-Französisch-dann-Englisch in Erst-Englisch-und-dann-Französisch geändert wurde und der Teil in Französisch mit zunehmender Uhrzeit immer mehr vernachlässigt wurde. Ergo, am Ende, wurde in dem Kurs nur noch Englisch gesprochen und nix großartiges erklärt, außer zB wie man das “u” ausspricht.
Der AK hatte es natürlich gleich etwas in sich.. Bienvenue chez la grammaire.
Und so ging’s den Rest der Woche auch weiter. Vom Passé composé, zum Subjonctif, zum Imparfait, weiter zum Futur, Conditionnel present, Passé simple etc. pp. Am Freitag stand dann auch die finale Abschlussprüfung an. Es gab, glaube 8 Seiten mit Grammatik und als zweiten Teil einen Text zu lesen.
Dieser Text hier musste gelesen werden, und auf 2-3 Seiten kurz die eigene Meinung zur Problematik, sowie ein Vergleich zum Heimatland gezogen werden. Fantastisch. Kurzer Abriss des Textes: Kirchenschließung und Abriss oder eher Renovierung/Restauration. Tolles Thema. Konnte ganze 336 Wörter dazu in feinstem Anfängerfranzösisch niederschreiben.
Mittwoch hatten wir eine zweistündige Führung durch die Kathedrale von Amiens. Es war sehr interessant, es gab nur einen Haken: es war schweinekalt! So unglaublich kalt, dass wir nach der Hälfte der Zeit schon über die Hälfte der anfänglich relativ großen Gruppe verloren hatten..
Ansonsten.. ist nicht viel passiert. Die Abende verbring ich im Moment meist daheim, bzw. beim Abendbrot mit Pascale, meiner Gastgeberin und sprech mit ihr Französisch, bzw. sie mit mir. Eine bessere Chance die Sprache zu lernen gibt’s nicht. Allerdings ist mein Sprachzentrum am Abend etwas breiig, den ganzen Tag 3 Sprachen verstehen und sprechen ist ansatzweise anstrengend.. aber dennoch lustig.
So denn: j’espere à demain!
Bin gerade dabei die letzte Woche (KW2) in Worte zu fassen. Es ist viel passiert!
Sobald dies geschehen ist, die Grammatik, der Ausdruck und die optimale Dosis an Informationsgehalt gewählt ist, geht’s hier eben mit den Geschehnissen der letzten Woche weiter. :)
Grad festgestellt, dass das Update des Themes mein Design gekilled hat.
Ich stell’s wieder her, sobald ich mich wieder mit FTP-Servern verbinden kann.
Update: Mit dem automatischen Update hat’s natürlich auch meine speziell angefertigten CSS-Dateien entsorgt.. klassischerweise find ich sie grad nicht.. ergo das mit dem Design-Update dauert wohl noch ein wenig. :(



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