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Andreas, Konstantin und ich – London 2005



Greenwich

Warum auch immer ich diesen Eintrag damals nicht abgeschickt hab…

Original-Datum: 02.09.2005 / 12:11
Nach der Apple Store Session (waren doch schon ein paar Stunden) sind wir direkt nach Greenwich gedüst. Genau, das Dingens wo’s um Zeit und so geht. Ziemlich krasse Touristenattraktion. Darf man sich ne Eintrittskarte umsonst abholen, damit man dann zum Nullmeridian kommt. Natürlich sofort gemacht und andere Menschen beim Fotografieren fotografiert. ;-) Nicht das wir hier wie Touris rumlatschen. Und auch die ersten Deutschen in London getroffen… wahrscheinlich irgendeine Schulklasse im Ausflugsmodus.

Danach, 15:30 Uhr Ortszeit, bei Euch 16:30 Uhr die “nächst” bessere Wiese aufgesucht und unser Tiger-Bread als Mittag gespachtelt.
Lecker.
Und wie üblich danach ‘ne Runde abgegammelt, soll heißen auf der Wiese geschlafen inneren Frieden gesucht und gefunden. Leider gibt’s hier keine Gartenstühle, wie im St. James Park.

Zu unserer Belustigung näherte sich bis auf ein paar Zentimeter ein Eichhörnchen, welches nach unserem Brot gierte. Ähnlich wie ein Hund, der Kons’ Wurst haben wollte… :-)

Mitbringsel

Vereist man irgendwohin, so ganz weit weg, in den Urlaub stellt sich immer die Frage, was verdammt nochmal bringt man Freunden und Familie mit.
Welche Andenken, Souvenirs, Schnick-Schnack, Staubfängerzeugs ist für wen am besten geeignet. ;-)

Am einfachsten wäre es gewesen, mir zu sagen, was man haben möchte, wie z.B. Meister Ron. “Klar” und “deutlich” meinte er vor der Reise zu mir: “Ach, bring mir irgendwas von FCUK, ‘nen Arsenal-Trikot – nur echt mit Lizenz und wenn möglich Vinyl mit.”
Gut, seine Liste ist inzwischen abgearbeitet, so fast, nun muss er mit dem leben, was ich da so gekauft hab.

Beim den Anderen, denen ich da so was mitbringen soll/möchte, ist’s überhaupt nicht leicht! Da gibt’s ja die typischen Souvenirläden mit soviel Müll, dass ich vor Kitsch gleich gar nicht weiß, was ich da am besten kaufen soll. Am besten ist’s natürlich, wenn’s irgendwas praktisches ist…

Stefan z.B., meinte ich solle ihm ‘nen 23″ Apple-TFT mitbringen. Praktisch. Aber doch etwas weit über a) dem 20kg Reisegepäckgewicht b) meinen finanziellen Möglichkeiten. ;-)

Ma guggn. Heute ist Montag, wir legen ‘nen Souvenirkauftag ein. Hoffe werd fündig. :|
Wenn’s nix praktisches wird, dann eben doch ne Palette voll von Staubfängern. So kleine lustige rote Busse, winzige Big Bens und was es da noch so alles feines gibt… ;-)

Schwitzen in STN und bissl mehr

Nachdem wir heute früh pünktlichst 9:45 Uhr aus dem Hostel ausgecheckt sind, wollten wir uns vom Hostel eigenen Fahrdienst zur Victoria Station fahren lassen. Nachgefragt – Abfuhr bekommen. Sollten doch den Fahrer fragen, dieser war allerdings schon längst losgefahren, nur eben ohne uns. Sack!
Dabei hatten wir extra am Vortag nachgefragt, wann er fährt und da wurde gesagt: “10 Uhr, 9:45 Uhr an der Rezeption sein.” (ungefähre Übersetzung ;-) ).

Sind wir also mit unserem tierischst schweren Gepäck zur Kensal Green Underground Station gelatscht, gut, nur 3m, aber immerhin. Haben dort nachgefragt was die günstigste Verbindung gen Stratford, unserer Bus-zum-Flughafen-Bringer-Haltestelle, ist, zahlten jeweils £2,80 pro Person und sind ohne Umwege eben dorthin gefahren. Dort angekommen, es war gegen 11:00 Uhr, hatten wir von nun genügend Zeit totzuschlagen bis wir weiter zu STN fahren. Da wir ja 16:00 Uhr in STN sein wollten, 15:00 Uhr den National Express, der Zubringer-Bus, nehmen wollten, bei einer Fahrtzeit von 45min, schlugen wir eben 4 Stunden tot. Haben auf’m Stück Rasen gelegen. Dort geschlafen, Eis gegessen, unabhängig davon Kons ist seiner Fresssucht nachgegangen, Andreas suchte über ‘ne Stunde lang ‘nen Briefkasten und haben uns paar Bücher gekauft, um dem Totschlagprozess etwas zu beschleunigen.

Locker flockig dann mit dem Bus gen STN gefahren, dort angekommen, uns im viehigsten Chaos zurecht gefunden, doch dann kamen langsam Zweifel auf. Ist unser Gepäck nicht doch zu schwer? Argh, was wenn doch? In der Check-In-Schlange erklärte uns ne Frau, dass man bei Ryan-Air nur 15kg pro Person als Maximalgewicht mitnehmen darf. Sind wir doch die ganze Zeit von 20kg ausgegangen… :/

Nuja. Stehen wir also dann am Schalter und holen unsere Tickets, geben unser Gepäck so ab, die Kilogrammanzeige pro Gepäckstück schnellt sehr schnell in die Höhe. Kons hat 3kg Übergewicht, ich 2 und Andreas keins. Gut das wir zu dritt eingecheckt sind, mit ‘nem Gesamtgewicht von 46,x kg wurde nix gesagt. Puh.

Zum Glück wurde das Handgepäck, maximal 10kg, nicht gewogen, denn ich schleppe mindestens das 2-3fache mit mir rum. Ja, Vinyle wiegen ganz schön…
Bei den Sicherheitsschleusen wurde auch nix gesagt, der Mensch an der Röntgenmaschine stoppte zwar kurz das Band, als mein Rucksack drin war, aber nix weiter geschehen… keine Passkontrolle bisher
Yes. Durch.
Im Moment, soll heißen, zum Zeitpunkt des Blogschreibens, sitzen wir grad in der Lounge und warten aufs Boarding. Der Flieger steht zwar noch nicht, aber sind ja noch ein paar Minuten bis zum Abflug.

Damit wäre also der Urlaub zu Ende.

Durch.

Wir haben fertig.
Naja. Fast.
Morgen Punkt 10 Uhr müssen wir aus ‘m Hostel ausgecheckt sein.
Der Flug gen SXF geht 18:40 Uhr, stellen uns aber den Ablauf so vor, das wollen aber schon 16:00 Uhr in STN sein.
Heißt, wir sind dann ganze 6h in London mit unserem Gepäck unterwegs. Da das Gewicht der Gepäckstücke unglaublich zugenommen hat, werden wir, glaube ich, morgen nicht mehr allzu viel machen. Entweder im Apple Store sitzen (=Internet) oder im Park uns auf den Flug vorbereiten (=schlafen).
Gegen 21:40 Uhr, GMT+2, sind wir dann wieder in SXF, und dann mit’n Auto zurück nach Dresden.

Wenn ich kurz resümiere, kann ich voller Stolz sagen, wir haben alles geschafft, was wir uns so vorgenommen hatten. Wenn das nix ist. :)
Details, dann mit Fotos und so, wenn ich wieder auf’m Festland bin. ;-)

Dienstag, der Tag vor Mittwoch

Langsam, aber auch nur ganz langsam neigt sich der Urlaub gen Ende. :(
Da wir all das geschafft haben was wir vorhatten, ist derzeit eher so der smoothe Gang drin. Alles schön langsam und relaxt – nur keine Hast.
Und jeder möchte auch gern wieder Heim, aber nicht wegen Heimweh, sondern um endlich die ergatterten Schmuckstücke anhören zu können. ;-)

Diese Tatsache spiegelt sich zum Beispiel auch in der Uhrzeit wieder, wann wir früh aufstehen. Am Anfang des Urlaub immer knallhart gegen 8:00 Uhr, damit wir viel schaffen. Inzwischen ist’s fast 10:00 Uhr.

Da wir morgen jeder jeweils mit einer Bruttoregistertonne an Reisegepäck unterwegs sein werden, ist heute quasi unser letzter Tag.
Tjoar. Geplant haben wir für heute nix mehr.
Außer, wie jeden Tag: Sainsbury, ne Bank, Apple Store, Plattenläden (YES!) und oder Souveniers, eventuell noch ein Park zum entspannen.

Das Wetter wechselt inzwischen von wunderschönen blauen Himmel ins depressive grau und stimmt uns faktisch schon auf den Abflug ein.

“Verletzung” am Fuß

ARGH.
Hat sich bei mir am rechten Fuß zwischen kleinem Zeh und Ringzeh(?) eine Stelle gefunden, die unbedingt aufgerieben werden wollte?
Verdammter Dreck, ’s schmerzt höllisch beim laufen. Das beste ist aber, die Stelle ist so optimal, passt weder Pflaster noch irgendwas anderes rein und sobald man den Schuh an hat, 3m gelaufen ist, reibt’s…

Aber’s wird nicht geheult, weiter geht’s – heiße ja nicht Kons! ;-)

D-E-F-E-C-T-E-D in the HOUSE, yeah!

Ach, muss ja noch erwähnen, dass Kons und ich so im Pacha, London – nähe Victoria Station waren. Und och, naja…

HAMMER. So geil. Unglaublich. YEAH.

Von vorn.

Gestern, nachdem wir unsere Bustour-Odyssee zum Hostel endlich überstanden hatten, ging’s mit der Tube zurück, fett gestyled, in die City.
Warum Bustour?
Ach, mal wieder die Bakerloo-Line ausgefallen, exakt die Linie die wir benötigten, um direkt vor’s Hostel geschmissen zu werden.
Also ab in Bus und rumgurken, bissl zu weit fahren, nich wissen wo man ist, wieder zurückfahren und dann ab in den Zug, die letzte Haltestelle damit gefahren…

Weiter. Fertig geschminkt für die Nacht gekleidet direkt zum Pacha.
Dort angekommen einen Eingang mit wenig Leuten gefunden. Ahja. Ein Schild – zwei Pfeile: Visitor Card Line (links), VIP Line (rechts). Rechts standen eine Schlange an Menschen an. Etwas verunsichert was die richtige ist, fragte Kons einen der Schränke an Türstehern und dieser meinte: “Lauft mal um’s Gebäude rum, da ist dann der Eingang für die Leute die die Abendkasse nutzen möchten…”. Gesagt getan. Einmal ums Gebäude rum und ‘nen Schock bekommen. Ne Mega-Mega-lange Schlange an Menschen die reinwollten. Brav angestellt.
Gewartet.
Gewartet.
Dran.
Abfuhr.
Argh. Wir dürfen nicht rein? Mmh. Aber die Begründung war interessant. Es sind zu wenig Mädels im Club, zu viele Kerle und wir sollens in 30-40 Minuten nochmal probieren.
30-40 Minuten?
Geht’n?
Direkt gleich wieder angestellt. Lustiges Phänomen. Sämtliche Mädels in der Reihe wurden rausgefischt und nach vorn geholt und durften rein.
Als wir dann erneut dran waren, hatten wir’s dann endlich geschafft.
Drin, nachdem wir gefilzt wurden und £20 Eintritt gezahlt hatten.

Aber’s hat sich gelohnt.

Die Location – Hammer.
Die Leute – besser, im Sinne von lockerer, tanzfreudiger, als bei uns.
Die Musik – göttlich. Defected-Style deluxe!
Die “Acts”: Reel People, Paul Ferris, Junior Jack and Kid Crème – absolut hammer fett … (selbst Worte des Lobes einsetzen ;-) ).
Die Nacht – unvergesslich.

0:30 Uhr sind wir endlich drin gewesen, 5:30 Uhr wieder raus. Halbe Stunde vor Schluss.
Es ging auch nicht mehr länger, todmüde, die Füße abgelaufen, oder auch: Betonklötze – Schluss.

Gut war, dass die Tubes erst gegen 8:00 Uhr wieder fuhren. Ab in den Bus und erneut heim ge-odysseet. :)
Nee, ging besser als beim ersten Mal. 6:30 Uhr simmer dann im “Bett” gewesen.

Gibt auf jedenfall noch viel mehr zu erzählen, ein paar Handy-Bilder von Kons, aber im Moment ist’s grad schlecht, da dieser Eintrag live im Apple Store geschrieben wird, und die Zeit zu kostbar ist. Die anderen wollen schließlich auch noch… :)
Und draussen ist’s Regent Street Festival. Immer was los hier.

Kons… (mal wieder)

Wühle so im Rucksack von Kons nach den Donuts und finde den Beutel mit seiner Wurst. Die Wurst neben der Verpackung.

Ich so: “He Kons, deine Wurst ist gut verpackt!”
Kons: “Welche Wurst den?”
Andreas: “Na die zum Poppen…”
Kons: “Achso, ja, die wollt ich eh weghauen!”

Nur ein Beispiel, ein nächstes folgt unmittelbar, während ich diesen Blog hier schreibe!

Ich: “Wir sind homo sapiens sapiens. Moment. Kons ist ein homo sapiens konsus”
Andreas lacht.
Kons: “Wie? Wir sind homo sapiens sapiens? Dachte homo sapiens?”
Ich: “Wir nicht, aber Du anscheinend schon…”

Diese Art von dumme Frage – dumme Antwort gibt’s zZt im 24/7 Modus… sollte ich sagen, dass wir leiden? Nee, haben unseren Spass! :D

Wetter

Normalerweise spricht man nur über’s Wetter, wenn man sich sonst nix zu erzählen hat, neudeutsch: Small Talk, aber jetzt muss grad sein. ;-)

Sitz hier im Moment im Hyde Park, unweit von der Speaker’s Corner auf ‘ner Parkbank und ’s kommt langsam Herbststimmung auf. Überall liegen die Blätter auf den Wegen und Wiesen, die Bäume sind zwar noch grün, die Sonne jedoch wärmt auch nicht mehr so stark und abends wird’s relativ schnell dunkel und kühl.
Andreas und Kons geben mir ständig Order den Blick nach links oder rechts zu wenden, um entweder dicke u.o. unförmige Menschen oder hübsche Frauen anzuschauen. :D

Zurück zum Wesentlichen. ;-)
Glücklicherweise hat’s die Tage die wir hier sind noch kein einziges Mal geregnet. Es war meist angenehm warm, ab und zu zu warm, aber insgesamt doch sehr angenehm, mit ner kühlen Windbrise zwischendurch, aber die gefühlte Temperatur stets so, dass ich immer noch locker flockig 3/4 Hosen anziehen kann.

Da nun inzwischen fast 4 Tage um sind, hoffe ich mal, ’s Wetter bleibt uns gewogen und wir ham noch ein paar schöne Tage bis zum Lift-Off.