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Dieser Tag stand ganz unter dem Thema “Küste und Küstenstädte der nördlichen Bretagne”.
So langsam bekamen wir ein Gefühl, wieviele Städte bzw. “Landschaften” man an einem …
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Schon wieder sind drei Wochen ins Land gezogen und meine verbleibenden Tage in Frankreich nähern sich auch dem Ende; mit Verfassen diesen Eintrages sind es …
TdNB – Tag 6
In fast schon altbewährter Tradition sind wir, nachdem wir 9 Uhr gefrühstückt hatten, eine halbe Stunde später aufgebrochen, um die wunderschöne und weltberühmte rote Granitküste der Bretagne zu besuchen. Das es ansatzweise in einer Irrfahrt ausartete konnte keiner wissen.
Vom Direktor des “International Office” der ESC Amiens, gebürtiger Bretone, wurde mir die Nordküste als der wohl schönste Flecken der Welt angepriesen. Die Westküste, nähe Brest, inklusive Brest müsse man nicht gesehen haben, dafür dann aber wieder die Region um Vannes herum. Jedenfalls klingt der Name “Côte de Granite rose“ schon nach Pflichtbesuch.
Was die ganze Angelegenheit lustig macht, ist die Tatsache, dass eine Küste, im Allgemeinen, nun keinen direkten Anfahrtspunkt hat. Ergo (ver)suchte ich vor der Fahrt einen Ort mit dementsprechend ausgeschriebener Sehenswürdigkeit ausfindig zumachen. Es sollte Ploumanac’h werden.
Dank Navigationsgerät war die Anreise zur Stadt, bzw. ins Stadtzentrum kinderleicht. Leider war dies nicht unser Anliegen, sprich, nach Ankunft schalteten wir das gute Gerät aus, und “kämpften” uns mit Hilfe der örtlichen Verkehrsschilder zu der berühmten roten Granitküste. Sprich wir fuhren wild quer hin- und her, folgten dem einen Schild, fünf Sekunden später einem anderen. Ab und an hielten wir an, um die Landschaft für die Ewigkeit festzuhalten; so zum Beispiel bei einer kleinen Halbinsel, die ich kurz umrundete, auf der Suche nach dem roten Stein. Gut, da war grad keiner, aber die Aussicht dennoch toll.
Wie es der Zufall so wollte, haben wir durch Anwendung dieser einzigartigen Navigationstechnik auf dem Weg zur (richtigen) Küste eine wunderschöne alte Windmühle gefunden. Nun, ratet mal, aus welchem Material die wohl sein wird? Ach ja, und dank Wikipedia weiß ich jetzt, dass es die “Moulin de la Lande du Crac’h” ist. Toll.
Und bevor es weiter mit Bildern geht, gibt es noch ein kleines Highlight zur Einstimmung auf das Bretagne-Feeling: Original bretonische Musik!
An Daou Zo Tri - TommerezWir sind also weiter den nicht befestigten Straßen mit guter Geschwindigkeit gefolgt, haben mehrmals in der Pampa gewendet und kamen irgendwann in Perros-Guirec an. Dort parkten wir außerhalb des Dorfes unseren Mietwagen und haben einen einstündigen Spaziergang, Wanderung(?) in prallster Mittagssonne an der, man lese und staune, wirklich wunderschönen roten Granitküste unternommen. Wir sind soweit gelaufen, dass wir quasi als Abschluss des Rundganges den Leuchtturm von Ploumanac’h gefunden haben.
Nachdem wohl wieder total knülle im Auto waren, einen kleinen Mittagssnack zu uns genommen hatten, sind wir weiter gefahren. Wie sich herausstellen sollte, zur nächsten Wanderung auf eine Halbinsel. Diesmal im nicht weit entfernten Ort Trégastel. Doch vorher, auf dem Weg dahin, mitunter, unendliche Weiten.. zum Meer.
Also Auto in Trégastel an einem Strandstück geparkt, zum Strand, Wattwurmhäufchen(?) begutachtet, ans Wasser, vom Wasser zurück, durch die Stadt zur nächstbesten Halbinsel, den dortigen Berg rauf, Fotos machen, den Berg wieder runter, zurück zum Auto, ab in die nächste Stadt: Morlaix.
Morlaix. Warum ausgerechnet Morlaix? Ja, die Stadt besteht faktisch aus einer einzigen Sehenswürdigkeit: einem riesigem Viadukt, welches die Stadt durchquert. Dies wollten wir natürlich, mit freundlichem Hinweis des gedrucktem Reiseführers, bestaunen, überqueren, anfassen. Dies taten wir, nachdem wir in der putzigen Stadt einen Parkplatz gefunden hatten, auch so gleich. Inklusive Überquerung. Schon beeindruckend. Danach sind wir noch ein bisschen durch die Stadt getingelt, haben hier und da ein paar Fotos gemacht und sind dann, dank knurrendem Magen, in einem einheimischen Fastfoodrestaurant, nein keine bekannte amerikanische Großkette, eingekehrt und haben Frites und Burger mitgenommen. Nach dem willkommenen Mahl sind wir zu unserer letzten Station vor der Anfahrt der Unterkunft im Westen der Bretagne aufgebrochen. Nach Roscoff.
Wir waren gegen halb sechs in Roscoff, für circa eine halbe Stunde. Hat auch vollkommen ausgereicht. In dieser Zeit haben wir bisschen was von der Innenstadt gesehen, sowie einen flüchtigen Blick auf vor Roscoff gelegene Île de Batz erhaschen. Leider wurde das Wetter zum späteren Verlauf des Tages, also zu der Zeit in Roscoff rum, schlechter, sprich der Himmel wurde grau und es fühlte sich allgemein frischer an.
Nach Roscoff sind wir noch circa eine Stunde zur nächsten Unterkunft in Milizac, der wohl schönsten im ganzen Urlaub, gefahren. Sie war, wir waren immer noch geprägt von den Wir-finden-die-Unterkunft-nicht-und-fahren-ständig-hin-und-her-um-sie-zu-finden-Erfahrungen der ersten Tage geprägt, doch relativ einfach zu finden. Wir wurden von dem Ehepaar herzlich empfangen, und, wie üblich durch das Haus geführt. Selten haben wir ein so toll, das heißt vor allem gemütlich eingerichtetes Haus, auch für Fremde, gesehen. Weil wir herzlich empfangen wurden, echte bretonische Musik hören durften, sich mit uns unterhalten wurde, es WLAN gab und zusätzlich das Haus, bzw. das Interieur super gemütlich war, gibt’s von uns ganz klar beide Daumen nach oben und eine Empfehlung an alle Bretagnereisende!