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Wir befinden uns also im Departement Manche, der Region Basse-Normandie, in der Nähe von Cherbourg-Octeville. Um genau zu sein in Flottemanville-Hague.
Die Nacht wurde auch ansatzweise …
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Dieser Tag stand ganz unter dem Thema “Küste und Küstenstädte der nördlichen Bretagne”.
So langsam bekamen wir ein Gefühl, wieviele Städte bzw. “Landschaften” man an einem …
TdNB – Tag 4
Wir sind nun bereits vier Tage in der Normandie. Der vierte Tag ist somit auch der letzten Tag hier. Ich behaupte mal, dass wir bereits eine Menge, oder auch: viel, gesehen haben. Sicherlich nicht alles, aber etwas wichtiges fehlt. Was? Nun, der informierte Leser wird die Antwort bereits wissen. Aber dies ist bei weiten nicht alles..
Rollen wir die Geschichte von hinten auf. Mit der Unterkunft. Diese hatte ich bewusst im letzten Eintrag aussen vor gelassen, den sie stellt faktisch etwas besonderes dar: Wir haben zwei Nächte hier verbracht. Weswegen? Wegen der Sehenswürdigkeit in dieser Region schlecht hin, dem Mont-Saint-Michel. Dazu aber später mehr.
Die Unterkunft “La Croix Galliot” in Cherrueix war zum ersten Mal während unserer Reise äußerst einfach zu finden. Sie war sowohl an den Straßen ausgeschrieben, als auch im Navi hinterlegt. Wir tippten anfänglich darauf, dass alle guten Dinge drei (im Sinne von nicht finden) sein würden, wurden aber (zum Glück) eines besseren belehrt. Die Unterkunft liegt touristisch gesehen auch optimal zwischen dem Mont-Saint-Michel und Saint Malo, und somit auch in der Nähe der roten Granit-Küste der Bretagne.
Wer auch immer mal die Region besuchen möchte, wir empfehlen diese Unterkunft (man spricht auch deutsch), inklusive Region, sehr!
Dadurch, dass wir das erste Mal keinen Stress hatten zeitig aufbrechen zu müssen, ließen wir uns am Morgen auch etwas mehr Zeit. Entspannt trafen wir am Mont-Saint-Michel gegen viertel Zwölf ein. Die Anreise dahin erwies sich jedoch als etwas besonderes, denn man sah nichts. Gar nichts! Der Nebel war unglaublich. Mitunter ging die Sicht weit unter einhundert Meter zurück. So parkten wir dann gegen 5 Euro Tagesgebühr (naja, bis 18 Uhr, dann kam die Flut) ein, standen vor dem Kolos und: sahen nichts. Dazu gab es ein komisches und störendes Geräusch: das knirschen meiner Zähne. Ich war leicht säuerlich. Da ist man schon einmal an dem Mont-Saint-Michel und sieht nichts! Noch schlimmer, die Tour sah keinen zweiten Besuch, im Falle schlechten Wetters vor. Verdammte Axt! Maria versuchte mich zu beruhigen, in dem sie mir Hoffnung auf Aufklärung ab 14 Uhr machte.
Das Mont-Saint-Michel ist schon toll. Jetzt kommt das aber: aber ein Touristenmagnet. Wir hatten Glück, zum einen war das Wetter noch nicht so prickelnd, gerade Ebe und Nebensaison. Sprich, nur gefühlt 5 Busse von Touristen. Aber es war alles dabei: deutsche Schulklassen, amerikanische Besucher und, was natürlich nicht fehlen darf, Japaner. Dennoch war es vergleichsweise leer. So konnten wir in aller Ruhe, uns ging es langsam wieder besser, sämtliche Straßen, Häuser und Ecken anschauen. Treppen hoch und runtergehen, an Restaurants uns die Nase platt drücken, zum Kloster aufsteigen, acht Euro Eintritt zahlen (ja, nur ich, weil zu alt) und dies in aller Ausführlichkeit anschauen.
Als wir dies wieder verliesen, oh Wunder, begann es sich langsam aufzuklären und keine halbe Stunde später, war er da, der blaue Himmel. Fantastisch! Wir konnten uns es natürlich nicht nehmen lassen und haben uns auf einer Bank ein bisschen Sonne ins Gesicht scheinen lassen und die wunderbare Aussicht genossen.
Nach viereinhalb Stunden hatten wir dann so gut wie alles freie, ohne Eintritt, besuchbare angeschaut. So sind wir gegen um drei Uhr wieder aufgebrochen. Jedoch nicht zurück zur Unterkunft.
Unser nächstes Ziel war Huisnes-sur-Mer. In der Nähe dieses Dorfes liegt das Mont-de-Huisnes, ein deutscher Soldatenfriedhof, mit ca. 12.000 Toten. Eigentlich wollten wir einen amerikanischen Friedhof besuchen, den am Omaha Beach, da dieser aber geschlossen hatte, besuchten wir diesen. In seiner Art entspricht er nicht dem erwarteten Standardfriedhof. Aber seht selbst..
Durch Zufall haben wir, nachdem wir den Friedhof verlassen haben, im Auto saßen und zurück zur Unterkunft wollten, an der Straße ein Schild mit der Aufschrift “Tour des Widerstandes” oder ähnlich lautend gesehen. Nun, ich war etwas neugierig und bin einfach dem Schild gefolgt. Navi aus und von einem Schild zum nächsten gehangelt. Abenteuer pur. Interessant war wo wir rauskamen: in Saint James mit einem amerikanischen Friedhof. Die Anordnung der weißen Kreuze und Sterne um die Kirche herum ist schon beeindruckend. Aber man merkt irgendwie auch, dass die Vereinigten Staaten am Werk waren, so in der Gesamtkonzeption. Die Kirche haben wir auch betreten. Es war eine Mischung aus Gänsehaut und einem Schlag von amerikanischen Patriotismus ins Gesicht. Dennoch, man bekommt ein Gefühl dafür, wie beeindruckend der Friedhof beim Omaha Beach sein muss, dem größten seiner Art. Soweit ich weiß. Nachdem Friedhof haben wir der Stadt noch einen kurzen Besuch abgestattet und sind danach zurück in die Unterkunft.
Zum Abendbrot haben wir Reis mit irgendeinem Fleisch und Käse, sowie Paprika gekocht und verbrachten den Rest des Abends gänzlich unspektakulär damit, also eigentlich Maria, einen abzugebenden Essay ins französische zu übersetzen und (demnach ich) nebenbei Ghost Rider in englisch, statt französisch, im TV zu schauen.