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TdNB – Tag 3

Wir befinden uns also im Departement Manche, der Region Basse-Normandie, in der Nähe von Cherbourg-Octeville. Um genau zu sein in Flottemanville-Hague.

Die Nacht wurde auch ansatzweise mit Schlaf, ab und an unterbrochen durch das Ausleben der Symptome einer Gastroenteritis, verbracht.

Zum Frühstück, etwas liebloser zubereitet als am Vortag, wurden wir in der Épicerie zu Tisch gebeten. Maria hat bis auf einen Tee und das Innere von einem halben Baguette nix weitergegessen. Mir ging’s zu dieser Zeit vergleichsweise noch gut, also hab ich eben für zwei gegessen.

Das erste Highlight des Tages war direkt in Cherbourg-Octeville: das La Cité de la Mer. Ein Museum mit dem größten öffentlichen zugänglichen und überhaupt ersten französischen Atom-Uboot “Le Redoutable“. Das Museum öffnete seine Tore zum Sonntag pünktlich 10 Uhr. Wir waren natürlich eine der ersten, bedingt dadurch, dass wir weit vor 10 Uhr schon dort waren. Lag vielleicht auch daran, dass wir die Öffnungszeiten nicht wußten.

Das Erste was natürlich erkundet wurde, war das Uboot! Beeindruckend, war dies für mich das erste Mal, dass ich solch Gefährt von innen betrachten durfte. Das Einzige was fehlte, logischerweise, war der “Mini”-Atomreaktor. Erstaunlicherweise war der Raum dafür doch ziemlich groß! Ansonsten war die Tour geführt mit einem Audioguide, ebenso Premiere, doch sehr aufschlussreich und gut gemacht. Die Fotos sollen einen ungefähren Eindruck vermitteln, wie es da drinnen aussieht.

Der nächste Punkt im Museum war eine Unterwassertour in einem Simulator. Der Gag an der Sache war, dass man bevor es losging, wie durch eine Einschulungstour durchmusste. Quasi eine Simulationseingewöhnungsphase. Die Simulation in so’nem Wackelding war hingegen harmlos. Auch dank neuster HD-Technologien, die man bereits zu Hause hat/haben könnte, wirkte der Film irgendwie unscharf und die animierten Tierchen.. ja man sah, dass es animiert war. Dennoch war die Idee lustig. Am Ende der Tour folgte eine Auswertung. Nett war hier, dass die komplette Tour über Fotos und Videos der Gruppe gemacht wurde und diese nun in ein Medienrummeltrara (erste Gruppe der Menschheit in 10.000 km Tiefe etc pp) zusammengefügt wurden. Abschließend, der dritte Teil des Museums, konnte man sich verschiedene Fische und die Geschichte des Tiefseetauchens anschauen.

Leider muss ich auch anmerken, dass die Frequenz der Besuche des stillen Örtchens zunahm.

Gegen 13 Uhr haben wir das Museum, mit einer Stunde unter durchschnittlicher Besuchszeit, verlassen. Maria ging es leider immer noch nicht besser, so dass ich eine halbe Stunde alleine durch die Stadt bin, um sie mir anzuschauen. Fototour – japanese-like.

Uns ging’s also schlecht, dafür war das Wetter spitze. Mist.

Von Cherbourg sind wir der Touristenküstenroute gefolgt und haben ab und an angehalten um die beeindruckende Landschaft von Manche festzuhalten.

Unser nächstes Ziel war das Cap de la Hague bei Goury. Wunderschöne Landschaft, Meeresbrise und -rauschen, kaum Leute. Wäre es uns nur besser gegangen: ein Fleck an dem man die Zeit gern anhalten würde.

Wir sind weiter der Küstenroute gefolgt um den nächsten hübschen Flecken Erde zu bestaunen: das Nez de Jobourg.

Mein Zustand verschlechterte sich zunehmend, sprich das Gefühl der Übelkeit wurde stärker, so dass wir nur noch einmal kurz an den Straßenrand gefahren sind um kurz die Landschaft festzuhalten. Die dazugehörigen Fotos sind im Album “TdNB: Manche” enthalten. Ab dann sind wir ohne Umwege und ohne weiteres Anhalten direkt zur nächsten Unterkunft in der Nähe vom Mont-Saint-Michel gefahren, unserem Ziel des vierten Tages…