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MindNode (touch) – Ein Review

Dankenswerter Art und Weise wurde mir von Markus Müller seines Zeichens Entwickler von MindNode, der Applikation für OS X zum Erstellen von Mindmaps, die Version für mobile (touch-) Endgeräte der Firma Apple kostenfrei zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug für ein Review.

In the Beginning..

MindNode (touch) – MNT – (iTS) ist sage und schreibe circa 300 KB groß und zählt wohl damit zu den Leichtgewichten unter den von mir installierten Anwendungen. Einhergehend mit der Größe liegt auch die Startgeschwindigkeit des Programmes im unteren Bereich (auf einem iPhone 3G) – quasi von Null auf An in einer Sekunde.

Creating & Deleting

MNT begrüßt den Anwender mit einem aufgeräumten, böse Zungen würden behaupten, spartanischem Oberfläche: vier Buttons. In jeder Ecke des Programms einer. In der Mitte eine Auflistung bestehender, transferierter, oder noch nicht existierender Mindmaps.

Berührt man infolge des großen Dranges zur Erstellung einer Mindmap nun das Plus-Symbol in der oberen rechten Ecke des Programms, gelangt man in den Editiermodus.

Begrüßt wird man hier mit dem vom großen Bruder MindNode (Pro) gewohnten Hinweis zum Hinzufügen eines neuen Knotens. Mittels rechts von der Wurzel gelegenen Plus-Zeichen werden einfach und intuitiv weitere Kanten mit Knoten hinzugefügt. Via Trash-Icon in der rechten unteren Ecke kann man einen angelegten Knoten wieder entfernen.

Editing

Bisher erlaubt das Programm nur die Beschriftung des Knoten und die Farbe der Kante zu ändern. Die Farbwahl der Kanten passiert in der Regel automatisch. Möchte man nachträglich die Farbe einer bestimmten Kante ändern, stehen sieben Farben zur Wahl, wobei eigenen Farben via Colorpicker nicht ausgewählt werden können.

Missing Features

Meiner Meinung nach fehlen dem mobilen Ableger von MindNode aber noch einige essentielle Funktionen, die das Arbeiten wesentlich verbessern würden, so zum Beispiel das Falten von Ästen oder auch das nachträgliche Verschieben einzelner Knoten zu einem anderen hin.

Weird Usability

Verwirrend empfinde ich mitunter die Benutzerführung in den “hinteren” Teilen der Applikation. So gibt es beispielsweise mehrere Wege zum “Edit Node”-Screen, jedoch aber nur eine Möglichkeit einen Knoten zu entfernen. Siehe dazu meine Map für die komplette Benutzerführung.

MindNode (touch)

Blau = existierender “Shortcut”, Rot = Funktionalität könnte hinzugefügt werden.

touch-Classics

Die “Bewegungs-”Standards, die man bei dieser Art von Anwendung erwarten würde, z.B. Horizontalansicht (Landscape), Zoomgesten, Doppel-Tap zum Ändern der Beschriftung eines Knotens etc pp. sind vorhanden.

Sharing

Gut, dass es solch Funktion gibt. Erleichtert sie doch spürbar den Transfer fertiger, oder angefangener Karten. Allerdings steht diese Funktion nur den Anwendern der Pro-Version zur Verfügung.

Bei der Usability gibt es, meiner Meinung nach, hier noch etwas Nachholbedarf. So war mir der Erfolg, eine am Rechner erstellte Map via Sharing zum Export auf’s iPhone zubewegen, nicht von Anfang an gegönnt. Erst dieser Screencast sorgte für Erleuchtung und Kopfschütteln.

Nervig in diesem Zuge ist auch die Abfrage auf dem iPhone ob der Zugriff bei einem neuen Verbindungsaufbau erlaubt werden soll. Ein Pairing der Gerätschaften empfinde ich hier für sinnvoller und nervenschonender.

Pricing

Der Preis liegt bei 5,99 Euro noch gerade so im mittleren Preissegment. Sollten die von mir oben zwei genannten Features, sowie ein verbessertes Sharing Eingang finden, ist dieser Preis unschlagbar. Im Moment ist er aber noch eher hart an der (Schmerz-)Grenze.

Fazit

Ein bisher noch relativ einfach gehaltenes Programm zur Erstellung von Mindmaps mit einigen noch wenigen Ecken und Kanten, aber ziemlich viel Potential noch oben.