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Arte – Welcome to the 80s

Es sind die seltenen Ausnahmen, zu denen man sich die gute alte Glotze zurück wünscht. Das Kleinod, zwischen dem ganzen Unnützen im Programm, bei denen man sagt, ja, dafür würde ich gern GEZ, oder ähnliches, zahlen.

Eine solche Perle lief auf Arte. Eine 6-teilige Dokumentation über die Musik der 80er Jahre des letzten Jahrtausends – Welcome to the 80s.

Durch Zufall zappte ich in “Rap, Breakdance & Graffiti” und war ganz angetan. Letzten Freitag, mal wieder zufällig vor der Röhre, erwischte ich den letzten Teil der Serie “House-Nation & Acid Parties” und konnte sie von Anfang bis Ende schauen.

Die Doku ist gut gemacht, nicht auf Sensation getrimmt, noch übertrieben dargestellt. Mit vielen Interviews damaliger Akteure, wurde u.a. deren Musik, deren Wurzeln, sowie deren potentielle Nachfolger aufgezeigt. So bekommt man ansatzweise die Stimmung, die Leidenschaft der Künstler der jeweiligen Subkultur gut mit.

Ich war erstaunt, wie viel Einfluss die Musik auf die heutige ausübt, wie viel gute(!) Musik es damals gab. Nein, nicht die, die im Radio als das Beste aus den 80igern angepriesen wird. Was damals Underground war, firmiert heute als Mainstream und ist gesellschaftsweit anerkannt. Warum auf diesen Jahrzehnt so schlecht geredet wird, kann ich nicht (mehr) nachvollziehen. Diese Dokumentation hat das Potential einiges besser zu erklären, zu berichtigen, nämlich das, was andere  ”Supershows” als angeblich das Beste von Damals(r) einem versuchen zu verkaufen.

Leider gibt es “Welcome to 80s” nicht als VoD, respektive ist es nicht in der Mediathek von Arte vorhanden. Allzu gern würde ich mir alle Teile anschauen. Ich hoffe, dass dieser Zustand schnellstmöglich korrigiert wird. Sollte wem von Euch die Doku über’n Weg laufen, gebt mir bitte Bescheid!

So, und um Euch den Mund auf die Dokumentation wässrig zu machen, gibt jetzt es eines meiner Lieblingslieder (allein das Wort schon), bei dem ich nicht wusste, dass das Original aus den 80ern ist, zum Vergleich mit der “Reinterpretation” aus dem Jahr 2003.

Rhytim Rhytim – Strings of Life, 1987

Soul Central – Strings Of Life, 2003

One Comment

  1. x-storm
    Posted 7 Sep ’09 at 12:58 | Permalink

    Gab auch noch Folgen über Gothic, Industrial & Metalbeat sowie Charts, Clips & Kommerz. In letztgenannter finden sich bestimmt auch die vermissten ‘Besten Hits aus den 80ern’ wieder^^

    http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/TV-dos-80s/2602616.html
    http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/TV-dos-80s/2602480.html

    Aber die von dir genannten hätt ich auch gern gesehen. Scheint eine Fremdproduktion zu sein, da sie auch nicht bei Arte+7 verfügbar sind :-/