Monthly Archive for February, 2007

Die kleine Meersau

Es war einmal ein kleines Ferkel, das unbedingt schwimmen lernen wollte. Aber keines seiner Ferkelfreunde konnte ihm zeigen wie das geht.
Eines Tages begegnete dem kleinen Ferkel beim Strandspaziergang ein Blauwahl. Er fragte das kleine Ferkel warum es denn so traurig glotzte. Das kleine Ferkel erklärte dem Wal, dass ihm keiner das schwimmen beibringen konnte. Darauf sagte der Wahl: “Du, ich bin ein ganz guter Schwimmer und kann dir das auch beibringen.” Da freute sich das kleine Ferkel und übte seitdem Tag und Nacht mit dem Wal das schwimmen. Das dauerte natürlich ganz schön lange, so dass das kleine Ferkel zu einer wunderschönen fetten Sau heranwuchs. Und da es nun endlich schwimmen konnte (besonders liebte es das schwimmen im Meer), wurde es von allen liebevoll “kleine Meersau” genannt.

Ende.

Eine Retro-Kindergeschichte einer Autorin, die nicht genannt werden möchte.

Werbung

Respekt an einen japanischen Automobilhersteller der sämtliche, aber wirklich sämtliche Reklameflächen, die mir heute, während meiner Fahrt mit dem ÖPNV ins Stadtzentrum, ins Auge gefallen sind, mit Werbung für ihr neues Fahrzeug gemietet haben.
Ich mein es kostet sicherlich nicht wenig, so gut wie alle öffentlichen Anzeigetafeln von JCDecaux oder STROER die da so in Dresden rumstehen zu mieten. Und diese Stadt wird sicherlich nicht die einzige sein, in der Werbung gemacht wird. Sollte meine These richtig sein, ich behaupte o.g. Konzern hat alle relevanten Anzeigeflächen in allen Großstädten Deutschlands der aktuellen Woche gemietet, so verdient diese Aktion noch mehr Respekt (vor allem für deren riesen Budget für Werbung).

Update: Christian hat recherchiert und folgende Mitteilung gefunden: Augen auf: Die größte Plakatkampagne aller Zeiten ist jetzt in 82 deutschen Städten zu sehen
Danke!

Noch eins.

Gestern im HBF wurde “den Herrschaften” drei Proben für ein neues Produkt einer (bekannten) Firma für Kauprodukte gereicht. Einzusortieren sind sie in die Klasse der Bonbons, allerdings mit bahnbrechenden Neuheiten. So wurden Features hinzugefügt, die sind so toll, ich dachte ich lutsche eine Geschirrspültablette für’n Mund. So waren Lamellen auf dem Bonbon und mit Mikrogranulaten, fantastisch. Natürlich, wie sich’s gehört in der Reinigungsbranche, war das Bonbon in eine weiße und eine blaue Schicht unterteilt. Die Blaue mit den Granulaten und den Lamellen und die Weiße mit dem weiß. Fantastisch.

Was kommt als nächstes? Antistatisches Klopapier? Nicht das eventuelle Arschhaare nach dem Wischvorgang vom Körper abstehen… Schöne Welt.

Brötchen in da hood

Es war einmal gestern. Sonntag, nicht zu prächtiges Wetter, aber auch nicht allzu schlecht, so gegen halb zwölf und mein Bru und ich fast auf dem Wege zu meinen Ellies um köstlich Mittag zu speisen, wenn, ja wenn da nicht ein interessanter Vorfall vorgefallen wäre.

Wir, mein Bru und ich, steigen ins Vehicle ein, er dreht den Schlüssel im Zündschloss um und… nix passiert. Ungewöhnlich. Ein zweites mal. Wieder nix. ’s Automobil springt nicht an. Seltsam.

Im Tacho blinkt, falsch, lediglich die Symbole leuchten für die Ölanzeige und die Batterie auf, dass mit ihnen was nicht stimme. Fachmännisch öffnet ich da hood zupfe das Ölüberprüfungsstäbchen aus dem Ölüberprüfungsstäbchenhalter heraus, wische es ab und tauchs wieder ein um zu sehen ob und wieviel vom schwarzen Gold sich noch im Kreislauf des Automobils sich befindet. Meine Erkenntnis: ausreichend.

Ratlos schau ich mich ein bisschen um, wunder mich, dass der Motor und das ganze Drumherum schon so angerostet ist, obwohls Auto noch nicht so alt ist und mache eine seltsame Entdeckung: ein doppelte Brötchen links oben im Motorraum, direkt unter der Frontscheibe. Leicht altbacken, angeknabbert und mit minimalen Schimmel überzogen.
Ich frag meinen Bru so, ’s geht’n, ’s macht’n das Brötchen dort. Er: “Ich war’s nich.”

Ein Telefonat mit meinem Vater später inklusive einer viertel Stunde warten ist er mit dem Fahrzeug meiner Ma da um Starthilfe geben zu können. Fix alle Kabel angestöpselt und Feuer frei. Denkste. ’s Auto ist nicht angesprungen…

Zeit verging. ’s Mittagessen war gegessen, mein Vater und mein Bru nun wieder zurück beim Auto, welches sich in der Stunde natürlich nicht bewegt hatte, inzwischen auch mit verständigtem Notfallautoreparierdienst, welcher nach einer weiteren Stunde dann auch eintraf… und mir fällt grad kein passendes Ende vom tollen Schachtelsatz ein und um die Pointe zu verreisen, as usual. Also, der Mann vom Notfallautoreparierdienst setzte sich ins Auto, drehte den Schlüssel…

Genau.

Jedenfalls hatte ich den restlichen Nachmittag ziemlich viel Spass dabei meinen Bru damit aufzuziehen, dass er doch nicht ständig sein Haustier mit Brötchen ins Auto zum übernachten schicken sollte… :D

Zu den Löffeln!

So stell ich mir nen Fernsehkoch vor! Biolek, Mälzer, Oliver… Pff. Langweilig.

Freude. Jubel. Es wurde ja verdammt auch mal Zeit!

Was in anderen Staaten längst gängige Praxis ist, der Schutz von Nichtrauchern, zieht nun endlich, endlich(!), auch in unsere Gefilde.

> Raucher müssen vor die Kneipentür

Thumbs up!

Warum Gesundheit teurer wird…

Zur Einstimmung ein paar Zitate. Der geneigte Leser wird einige Phrasen aus dem letzten Semester erkennen. :)

[...] Gesundheit ist ein superiores Gut, ein Luxusgut, das mit zunehmendem Einkommen überproportional stark nachgefragt wird. Bei einem stetig steigenden Wohlstand folgt daraus, dass die Menschen einen immer größeren Anteil ihres Einkommens für ihre Gesundheit ausgeben – weil ihnen noch größerer materieller Konsum immer weniger gibt. [...] „Was ist für uns wichtiger, wenn wir älter und reicher werden: Ein drittes Auto, noch ein weiterer Fernseher und noch mehr Bekleidung – oder ein weiteres Lebensjahr?“ [...]

Zum lesenswerten Handelsblatt-Artikel.

Diese Webseite stinkt

Irgendwie ist’s langweilig. Richtig stinkend langweilig. Hier passiert nix aufregendes, was wiederum meine Schuld ist, da ich nix schreibe.

Warum ich nichts schreibe liegt darin begründet, dass ich im Moment nichts zu sagen habe. Wer nichts zu sagen hat, soll’s Maul halten.

Aber auch die Form wie alles angeboten, besser wohl dargestellt wird, passt mir nicht (mehr).
Wohl auch meine Gedanken sind dafür verantwortlich, dass ich wenig schreibe. Ich kann schlecht über bestimmte Dinge schreiben, die ich erlebe, wenn ich mir denke, mmh, derjenige der bisschen um die Ecke denkt, merkt, dass einige Dinge nicht ganz so hinhauen wie beschrieben, oder so.

Freie Meinungsäußerung ist in heutigen Tagen der (Unterlassungs-, Schadensersatz-, *-)klagen der (Medien)Industrie etc. pp. nicht mehr ganz so einfach. Jedes Wort muss dreifach geprüft werden, ob man sich nicht irgendwo in eine Nessel setzt, die man hätte vermeiden können/müssen. Ergo lieber nichts schreiben.

Persönliches.
Ist schwer. Den Spagat zwischen “Das hätte ich dann doch lieber nicht schreiben sollen” und “Der war gut” zu vollziehen. Desweiteren interessierts keinen, oder anders ausgedrückt, bestimmte Dinge des persönlichen Leben hat keinen was zu interessieren. Wer etwas wissen möchte, darf sich gern mit mir persönlich unterhalten. Macht eh mehr Spass. Ergo lieber nichts schreiben.

Lustige und interessante Dinge im Netz zeigen.
Ich glaube dafür sind andere Seiten prädestinierter als die meinige. Wer bestimmte Seiten im Feedreader hat, wird merken/merkt, dass ich ab und an einfach frech kopiere. Was wiederum total phantasielos ist. Ergo lieber nichts schreiben.

Events ankündigen oder über Musik schreiben.
Puh, genauso sinnfrei. Meinen Geschmack teilt nicht die Masse. Wobei ich sowieso davon ausgehe, dass der Leser meiner Seite einen Geschmack unweit des sog. Mainstreams verfolgt. Ergo stehe ich alleine da. Siehe Royksopp damals. Ergo lieber nix schreiben.

Philosophische Gedanken äußern und die Welt kritisieren.
Gut. Klingt sehr gut. Doch stets negative Sichtweisen zu hegen und pflegen suckt. S drückt ganz schön auf’s Gemüt. Den Mittelweg finden, wäre klasse. Aber schwer und ich bin faul. ;)
Ergo lieber nix schreiben.

Über unser aller Lieblingsfirma schreiben.
Nope. Wen interessiert meine bescheidene Meinung, die da ausnahmsweise der Masse der Jünger folgt? Niemanden. Ergo lieber nix schreiben.

Lieber nix schreiben.
Fetzt auch nicht, denn dann kann man keine Diskussionen führen. Ok, die führt sowieso keiner, und wenn, dann wird Person A von B, C, D und E runter gemacht. Auch nicht so prickelnd. Außerdem könnte ich dann sofort meine Seite vom Netz nehmen. Ergo lieber was schreiben.

Ach ich weiß auch nicht!
Irgendwas sollte sich ändern, damit’s spannend(er für mich) wird. Ich will kein AAA-Blogger sein, DD reicht mir vollkommen aus. Sehen was die Zeit bringt.

Ein “Vergleich”…

Damals, in der Zeit um 1973 war die Welt noch in Ordnung!

Szenario: Robert hat sein neues Taschenmesser mit in die Schule gebracht.

1973 -
Der Biolehrer zückt sein eigenes und zusammen mit den anderen Schülern vergleichen sie die unterschiedlichen Funktionen

2006 -
Die Schule wird weiträumig abgesperrt. GSG9 und Elitetruppen der Polizei rücken an. Robert wird mit mehreren Betäubungsschüssen gelähmt und sofort in ein Hochsicherheitsgefängnis verfrachtet. Der Schulpsychologe kommt und betreut die traumatisierten Mitschüler und Lehrer.

Szenario: Robert und Markus raufen sich nach der Schule.

1973 -
Es bildet sich eine Gruppe und feuert die beiden an. Markus gewinnt. Die beiden geben sich die Hand und alles ist geklärt.

2006 -
Die Polizei kommt und nimmt beide fest und klagt sie wegen schwerer Körperverletzung an, beide werden der Schule verwiesen und landen ohne Ausbildung auf der Strasse.

Szenario: Robert sitzt nicht still und stört laufend den Unterricht

1973 -
Robert muss nach der Stunde nachsitzen und kriegt beim nächsten Mal eine gehörige Tracht Prügel vom Lehrer. Ergebnis: Er sitzt ab sofort ruhig und stört den Unterricht nicht mehr.

2006 -
Robert kriegt Ritalin in rauen Mengen und mutiert zum Zombie. Die Schule bekommt Fördergelder vom Staat weil Robert ein Härtefall ist.

Szenario: Robert schießt eine Fensterscheibe ein und kriegt deshalb von seinem Vater eine Ohrfeige.

1973 -
Robert passt jetzt besser auf, wird erwachsen und führt ein normales Leben.

2006 -
Roberts Vater wird wegen Kindsmisshandlung eingesperrt. Robert wird der Mutter weggenommen und in ein Heim für Prügelkinder gesteckt. Roberts kleine Schwester wird vom Psychologen suggeriert, dass sie auch misshandelt wurde. Der Vater kommt nie wieder aus dem Knast und die Mutter fängt ein Verhältnis mit dem Psychologen an.

Szenario: Robert hat Kopfweh und nimmt Tabletten mit in die Schule.

1973 -
Robert gibt dem Kunstlehrer auch eine, in der großen Pause, im Rauchereck.

2006 -
Die Drogenfahndung taucht auf. Robert wird wegen Drogenbesitz von der Schule verwiesen. Sein Schulranzen, sein Pult und sein Zimmer zuhause werden nach weiteren Drogen und Waffen durchsucht.

Szenario: Ahmed fällt wegen Deutsch in der 8. Klasse durch.

1973 -
Ahmed nimmt Nachhilfeunterricht in den Sommerferien und schafft den Schulabschluss ein Jahr später ohne Probleme.

2006 -
Ahmeds Fall landet vor der Gleichstellungskommission der Schule. Die liberale Presse findet das Verhalten der Schule unvertretbar. Deutsch ist nicht die Mutter aller Sprachen. Man denke mal daran, was im Namen der deutschen Sprache schon alles für Unheil angerichtet wurde. Die Schule lässt unter dem immensen Druck eine Nachprüfung mit Fragen für einen Erstklässler zu und Ahmed rückt nach. Den Abschluss schafft er nicht und landet am Fließband bei VW weil er immer noch kein Deutsch kann.

Szenario: Robert wirft einen Feuerwerkskörper von Silvester in einen Ameisenhaufen.

1973 -
Einige Ameisen sterben

2006 -
Tierschutzverein, Kripo, Anti-Terror Truppe und Jugendamt werden gerufen. Robert werden schwer gestörtes Sozialverhalten, pyromanische Anlagen und terroristische Grundtendenzen vorgeworfen. Die Eltern und Geschwister müssen sich einem Psychotest unterziehen. Sämtliche PCs im Haus werden auf Gewalt verherrlichendes Material untersucht. Roberts Vater wird unter Beobachtung gestellt und darf nie mehr in seinem Leben fliegen.

Szenario: Robert fällt beim Turnen hin und verletzt sich am Knie. Der Lehrer läuft sofort zu ihm, hilft ihn auf und trocknet seine Tränen. Dann geht er mit ihm ins Sekretariat, kümmert sich um ein Pflaster und bleibt noch kurz bei ihm sitzen.

1973 -
Nach kurzer Zeit geht es Robert wieder besser und er geht zurück in die Pause.

2006 -
Der junge Lehrer wird wegen sexueller Belästigung von Minderjährigen sofort aus dem Schuldienst entlassen und bekommt ein Strafverfahren in dem er zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt wird.

hier gefunden

Futurama

Deutsche Synchro vs. Englisches Original.

Hier.

Mein Tag

(Spät) Aufstehen.
Frühstücken.
Nix machen*
Mittag speisen.
Nix machen*
Abendbrot essen.
Nix machen*
Zu Bett gehen.

So oder so ähnlich sieht mein Tagesablauf im Moment aus.

* denkt euch bitte selbst seichte Tätigkeiten im Rahmen hauslicher Anwesenheit aus. Danke. :P