Vier Stück. Los geht’s.
I’m going to be a Bartmodel
Marieke (Nein, kein Buchstabendreher!) ihres Zeichen studierende Maskenbildnerin an der Kunsthochschule für bildende Künste Dresden, nebenberuflich an der Rezeption der FitCom tätig, fragte heute ganz aufgeregt Ronny und mich, ob wir denn nicht Lust hätten für sie Modell zu stehen.
Modell? Wir? Natürlich haben wir uns erst einmal schräg angeschaut.
Sie fügte ihren Ausführen noch schnell das Wort “Bartmodell” hinzu. Bartmodell, der Name ist Programm und bedeutet soviel wie, sie hat in ihrem Studium ein Bart zu knüpfen und an einem männlichen Modell anzubringen, dieses passenderweise zu schminken und in zeitgemäße Kleidung, je nach Epoche des Bartes, zu stecken.
Fetzig.
Genauer gesagt heißt das, dass sie vom Modell eine Bartschablone nimmt und dann exakt für diese Schablone einen Bart knüpft. Dieser wird in ca. 1,5 – 2,5 Stunden, inklusive Make-Up und Ankleiden am Modell befestigt.
Wenn das nicht allein schon toll klingt, nein, es kommt noch besser! Der ganze Aufwand allein wäre sinnfrei, wenn nicht Fotos gemacht werden würden. Und diese werden gemacht. Ihrer Aussage nach hochwertige Fotos.
Meine Augen wurden immer größer und da hab ich natürlich sofort zugesagt, weil solch Chance darf man sich einfach nicht entgehen lassen! Marieke war hellauf begeistert, sie konnte ihr Glück kaum fassen. Damit auch alles klar geht, gaben wir ihr unsere und sie mir ihre Telefonnummer.
Interessanterweise ist nicht nur Marieke auf der Suche nach Bartmodellen, nein, auch 8 ihrer Kommilitoninnen suchen noch Leute, die für sie Modell “stehen” möchten. Btw, wer Interesse hat, gibt mir kurz Bescheid, ich vermittle weiter.
Schöne Sache. Freu ich mich sehr drauf!
So nah und doch so fern
Schon während dem Sport, der im übrigen dann doch sehr kurz ausgefallen ist, hab ich Ronny vorgeschlagen, dass wir doch ins “The Shamrock” gehen könnten. Ein Irish Pub “glei in der Nähe vom Zwinger”. Ist er auch, nur ich wußte natürlich nicht mehr wo. Also sind wir gelaufen. Zuerst Richtung Marienbrücke, bis Höhe Haus der Presse. Nix. Dann am Schwebebad vorbei zurück zur Theaterstraße. Zwischenzeitlich haben wir versucht via UMTS, Ronny sei Dank, die Adresse rauszufinden. Der Versuch ist natürlich voll in die Hose gegangen. Da’s grade mal kurz nach 22:00 Uhr war, rief ich zu Hause an und hab meinen Vater vorn Rechner gescheucht, damit er mal fix die Adresse raussuche. Nach exakt 22 Minuten hatten wir sie dann: die “Kleine Brüdergasse”. Noch schnell durchsagen lassen, wo sie ist und, öhm, ja, netter Abendspaziergang. Die gesuchte Strasse ist die, auf der auch, ich tippe mal darauf, Busmann’s Brazil ist und nur ein Stückchen weiter hinterm Brazil ist unser gesuchter Pub. Noch besser: wären wir den Hinterausgang von der FitCom raus, wären wir genau reingefallen, in den Pub. Hehe. Ich sagte ja, in der Nähe vom Zwinger. ;)
What did he say?
Im “The Shamrock” dann endlich am großen Eichenfass Platz genommen, bestellten wir 2 Strongbow Cider. Leider englisch und nicht irischer Cider. Magners/Bulmers hat ja in Deutschland leider keiner.* Das Ambiente war ganz angenehm, leider verraucht, wie überall in Deutschland. Btw, es wird Zeit, dass Deutschland, wie Irland, endlich das öffentliche Rauchverbot einführt!!
Vom leichten Hunger geplagt bestellte Ronny sich “stuffed mushrooms” für € 4,90 und ich mir ein “french garlic bread” für günstige € 2,50. Der Cider schlug pro 275ml Flasche mit € 2,40 zu Buche. Ich empfand den Preis für mein Essen “leicht” überteuert. Es bestand aus einem Aufbackbrötchen mit Knoblauchbutter bestrichen, 2 Tomatenscheiben, bissl Mais und einem Salatblatt. Wenn man hochrechnet, ev. und max. € 0,50 im Einkauf. Frechheit!
Da Freitag und Samstag Live-Musik gespielt wird, dachte ich mir, ach, wird bestimmt cool. Jau. Genau. Es wurde cool. So cool, dass wir die eigenen Worte nicht mehr verstanden und uns gegenseitig anschreien mussten. Ein gepflegtes unterhalten, diskutieren partout war nicht mehr möglich. So’n Dreck!
Es war so laut, dass wir uns anmachten unseren Cider und das Essen so schnell wie möglich hinterzubekommen, damit wir dem Lärm entkommen konnten. Wir wollten einen Pub und kein Konzert besuchen!
Mittwoch werden wir das nochmal in Angriff nehmen, denn da ist Studententag. 2 Pilse zum Preis von einem. Mal sehn, ob Cider auch darunter fällt. :)
* außer ne Firma in München, die nur München und das nähere Umland bedient
Fahrkartenkontrolle zu siebent
Nach dem brutalen Lärm, dieser Qual, sind wir zurück zum Pirnaischen Platz. Die 3 fährt ein und es steigen 7 mit Securityjacken gekleidete Personen aus. Die Fahrkartenkontrolle zur Nacht. Schon heftig. Wie sollte es auch anders kommen? Meine Bahn, die 12, fährt ein, ich steige zu, sie steigen zu, ich setze mich, sie kontrollieren mich. Freude. Zwar dachte ich, sie fahren nur bis Postplatz und dann wieder zurück, oder so, aber sie sind dann doch bis Tharanterstr. mitgefahren. Hatten wohl endlich Feierabend. So gegen 23:30 Uhr.
3 Comments
die kontrollieren nachts??? bisher hätt ich jedem, der nachts nen fahrschein lösen will davon abgeraten…
ich wurd auch schon 23.30 kontrolliert. hab damals verwundert auf die uhr gesehen.
Die kontrollieren nachts. Zu 7t. Und keine Chance zu entkommen.