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Kinderkacke (1)

Alternativer Titel: Arbeitsbedingungen im Subway

Neuerdings hängt bei uns im Subway eine Liste für die Frühschicht zur Kontrolle der (Putz)Tätigkeiten der Abendschicht.

Auf dieser Liste sind zZt 12 Punkte vermerkt, wohlweislich wurde genügend Platz gelassen um nachträgliche Ergänzungen durchführen zu können, die abends zwingend gemacht werden müssen. Jeder einzelne Aufzählungspunkt wird mit einem Zählpunkt bewertet, bis auf einen, dieser hat die Wertigkeit von 2.
Ergibt also 13 “Sammelpunkte”.

Jetzt kommt der, wie ich finde, eigentliche Hammer. Darunter in schlechtestem Deutsch der Hinweis, dass ab 3 bis 4 “Sammelpunkten”, dies bedeutet, dass man 3-4 Sachen schlecht geputzt hat, die letzte Stunde nicht bezahlt bekommt.

Nicht das einzelne Punkte schon absolut subjektiv zu bewerten sind, ich darf mich, gar in Abwesenheit, da ich gewöhnlich nur 2x die Woche arbeite, in den Arsch f*cken lassen, weil ich angeblich irgendwas nicht gut genug gesäubert habe? Weder habe ich die Möglichkeit zur Verteidigung, noch kann es mir bewiesen werden, dass ich schlecht gearbeitet habe; ich bin der puren Willkür der Festangestellten früh morgens ausgesetzt. Nun, sollte es einmal vorkommen, dass ich die letzte Stunde nicht bezahlt bekomme, weil ich angeblich irgendetwas schlecht gemacht habe, und es sind stets zwei Leute beschäftigt, spiele ich sehr stark mit dem Gedanken ab diesen Zeitpunkt nicht mehr zu säubern. Dann verzichte ich auf die letzte Stunde Lohn und spare mir eine Menge Stress.

Die Liste gibt’s hier, sobald ich meine Meinung dazu an richtiger Stelle geäußert habe.

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4 Comments

  1. Posted 29 Jun ’06 at 13:55 | Permalink

    wie schon gesagt: solche arbeitsbedingungen finden sich zur zeit fast überall wieder. ziel ist natürlich die ausgaben, speziell im lohnbereich, zu kürzen. du bist nicht der einzige der da mit drin steckt. gerecht ist es keinerswegs. doch was dagegen tun?

  2. Posted 29 Jun ’06 at 14:19 | Permalink

    Geld ist die eine Sache. Defintiv nicht zu unterschätzen. Aber irgendwo erbärmlich alles nur auf’s Geld zu schieben. In der Gastronomie ist das Personal nunmal das A und O, auch bei Subway. Siehe dazu hier: http://www.abseits.de/personalauswahl.htm

    Und wenn das Personal keinen Bock mehr hat, weil es sich ungerecht behandelt fühlt, dann wird es letztendlich dazu führen, dass es aufhört, und das wiederum wird sich im Geldbeutel vom Chef widerspiegeln. Was macht man also? Wohl lieber den einen Euro mehr zahlen und sicher gehen, dass die Mannschaft hinter einem steht.

    Man kann das Spiel weiter spielen, jede Pauschalkraft ist ausstauschbar, nur den Neulingen fehlt die Erfahrung, der Arbeitsfluß und das mindestens 2-3 Monate. Danach können sie die Abläufe, nur die Geschwindigkeit ist nicht vorhanden… und das wirkt sich ebenso im Geldbeutel aus.

    Es ist ein schmaler Grad, der zugehen ist, und sicherlich nicht immer leicht, aber man sollte sich nicht zu sehr auf eine Seite fixieren.

    Was man dagegen machen kann? Speziell bei Subway, das Gespräch suchen und um Klärung bitten. Bei größeren Betrieben steht einem als Arbeitnehmer der Betriebsrat zur Verfügung, der die Interessen vertritt… aber es solche Sachen kosten Nerven, beide Seiten.

  3. juliux
    Posted 29 Jun ’06 at 17:56 | Permalink

    ich finde solche Regeln sprechen nicht gerade fuer die Firma. Wenn es ein gutes Arbeitsklima und ein gutes Verhaeltniss zwischen Chef und Angestellten gibt dann kann man soetwas auch so regeln. Wobei ich mir nicht sicher bin ob solche Lohnkuerzungen mit dem Arbeitsreche vereinbar sind. Kannst ja mal die IHK fragen.

  4. x-storm
    Posted 29 Jun ’06 at 19:06 | Permalink

    wie wärs mit ner Revolte, einfach alle verzichten auf die letzte Stunde und machen da auf Langsamarbeiten und ausbergemacht wird gar ni, da wird er schnell sehen, was geht…wenn er alle feuern will, dann werden die Festangestellten schnell fluchen, weil sie alles neu beibringen müssen…