Das Unileben.

Bisher habe ich zwei Kurse/Vorlesungen besucht, die beide in Englisch gehalten wurden:

  • Small & Medium Business Development
  • Managing intercultural Teams

Beide Veranstaltungen gingen jeweils drei Tage – von Montag bis Mittwoch. Jeweils von 9:30 Uhr bis 12:30 und von 14:00 bis 17:15, natürlich mit ein bis zwei Pausen pro Zeitraum. Am letzten Tag erfolgte in der letzten Zeitstunde jeweils ein Abschlusstest, meist eine Case-Study und damit war der Kurs vorbei.

Allgemein ist es so, dass eine Veranstaltung jeweils nur eine Woche geht, es am letzten Tag einen benoteten Abschluss mit 2 ECTS-Punkten gibt und danach frei für den Rest der Woche ist.

Das Niveau ist, wie ich empfinde, verglichen an dem was für einen Master in Deutschland (an der TUD) geleistet werden muss, unglaublich gering. Bisher waren eher softskillige Sachen als Hardfacts usus. Vielleicht wird sich dieses noch ändern, ich weiß es nicht, werde ich sehen. Aber es ist auf jeden Fall ungewohnt, in der Universität die Zeit mit Spielen, zB um interkulturelles Verständnis zu entwickeln, zu verbringen, statt mögliche Theorien zu lernen, die mögliche Ansätze zum Erlernen von interkulturellen Verständnis bereitstellen.

Alles in allem: bisher wurde getreu dem Motto “Tell me and I forget, teach me and I remember, involve me and I learn” unterrichtet, demnach ist es (bisher) wesentlich einfacher als in Deutschland.

Culture Shock & Culture Awareness

Um den nun folgenden Eintrag hier wirklich zu verstehen zu können, empfiehlt es sich, entweder diesen beiden Artikel hier und hier vor dem eigentlichen Lesen gelesen, resp. überflogen zu haben, oder bereits einen ähnlichen Erfahrungsschatz zu besitzen.

Am kommenden Montag ist’s nun bereits ein Monat her, seitdem ich in Frankreich bin. In dieser Zeit bin ich viermal umgezogen, habe gefühlt tausend Freunde mehr auf Facebook und durfte durch einige Höhen und Tiefen gehen.

Doch das beeindruckenste ist: ich habe mich kennengelernt. Nicht als Person, sondern in meiner Nationalität. Als Deutscher. Und das ist eine äußerst seltsame, dennoch zu gleich sehr spannende Erfahrung. Wobei  der Kurs diese Woche: “Managing intercultural teams” ein bisschen in der Verarbeitung nachgeholfen hat.

Wenn man kurz überlegt, welche stereotypischen Verhaltensweisen es bei einen Deutschen gibt – zB Pünktlichkeit, Ordnung, Struktur -, bzw. wie andere Kulturen unsere betrachten und beschreiben, dann bin ich froh, dass ich etwas aus der Reihe falle. Die oben genannten erfülle ich zB nicht sonderlich gut. ;) Doch sind diese drei Eigenschaften nur exemplarisch zu verstehen, denn und dies wurde mir die Woche klar, sind sie, obwohl ich sie zB nicht sonderlich gut ausführe, fest verankert. Verwurzelt. Dies zu erkennen und vor allem zu akzeptieren  ist gar nicht mal so leicht. Es sind die Kleinigkeiten, wie immer im Leben, die einen zurück auf den Boden der Tatsachen holen.

Zum Beispiel die Zeit. Selbst wenn ich (für deutsche Verhältnisse) 15-30 Minuten zu spät zu einer Verabredung bin, bin ich entweder pünktlich oder zu zeitig. Das es erst manchmal bis zu zwei Stunden später losgehen kann, ist dann doch ungewöhnlich für mich und stört (etwas). Man ist es ja schließlich anders gewöhnt. Und.. siehe da: eine deutsche Tugend – die Pünktlichkeit. Und das, obwohl ich dagegen ankämpf(t)e, in dem ich schon später erscheine. Bei anderen Dingen ist’s im übrigen ähnlich.

Doch mit der Zeit und natürlich weiteren Erlebnissen lernt man eins: die Akzeptanz der eigenen Nationalität, auch wenn man bisher immer versucht hat den stereotypischen Eigenschaften zu widersprechen. Natürlich gehört dazu auch die Akzeptanz der anderen Nationalitäten und deren “Eigenarten” – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Und siehe da, der Horizont wurde breiter und wird es in Zukunft auch noch weiter werden. Gemäß Johari-Fenster, bezogen auf Kulturen/Nationalitäten, lernt man sich selbst besser kennen und minimiert somit ein Stück weit ein seinen eigenen “blinden Fleck”.

Es ist, so habe ich festgestellt, nicht schlimm ein Deutscher zu sein, wenn man weiß, wo andere die Qualitäten sehen, man selbst die “natürlichen” Eigenarten mit einem Zwinkern hin nimmt und sich bewusst ist, dass es da noch viel viel mehr gibt und eben keiner das Non-Plus-Ultra ist. Und so wird alles einfacher und lockerer.

Alles in allem ist dies nur der Versuch das Gefühl, welches ich empfinde, in Worte zu fassen.. es ist, wer es noch nicht selbst erfahren durfte, es auf jeden Fall Wert – Go abroad in an international community!

Die Antwort zum Test

Hier schrieb ich, dass ich letzten Freitag Fragen zu einem französischen Text beantworten musste. Meine 336 Wörter möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Da ich relativ einfaches Französisch schreibe (noch, hoffentlich ;) ), wahrscheinlich gespickt mit vielen grammatikalischen Fehlern, sollte es keinerlei Probleme bei denjenigen geben, die diese Sprache entweder in der Schule hatten, oder in einem Kurs in der Uni, oder wo auch sonst immer besucht haben..

Vas-y!

France – Lʼesprit de clocher nʼest plus ce quʼil était
http://www.courrierinternational.com/article/2010/01/20/l-esprit-de-clocher-n-est-plus-ce-qu-il-etait

1. Quelle est votre opinion sur cette question?

Je nʼai vraiment pas un opinion, parce que je suis athée. Pour moi lʼéglises sont seulment bâtiments qui a déchu dʼimportance pour les gens. Restauration ou Démolition? Ça depend. Est-ce quʼil y a beaucoup des gens aller dans une office? Est-ce quʼil y a un transformation démographique? Est-ce quʼil y a encore beaucoup de recette dʼimpôts destiné aux églises? Est-ce que lʼéglise est croulante? Et combien dʼargent il fait pour restaurer? On a considéré cette questions pour répondre si une église es fermer.
Par exemple il est très cher pour restaurer et ne il y nʼa pas beaucoup des gens qui aller dans une office ni la bâtiment est dans une region touristique, je crois ça nʼest pas mauvais de séculariser la bâtiment et emprunter-il de un autre chemin. Mais la bâtiment est à un region populaire, comme Amiens, il faudrait une erreur ne réstaurait pas lʼéglise.

2. Comparez avec la situation dans votre pays.

Ça depend aussi. Je habite à Dresde et cette ville a reconstruit lʼéglise “Frauenkriche”. Il finit en 2005. Dans le 2ieme guerre mondiale elle était détruit pratiquement complète. Pour lʼepoche de RDA la ruine de lʼéglise était un mémorial pour rappeler de horreur de guerre. Après la chute de Mur de Berlin en 1989 les gens ont commencé donner de lʼargent pour restaurer lʼéglise. Comme ça le symbole de rappeler de horreur de guerre a changé de un symbol de la réunion et de paix. Dʼun autre côte il y a bien sûr de lʼéglises qui sont sécularisé. Mais je pense cʼest sont peu qui est fermé. Allemange cʼest un état gouverne dont groupe parlementaire comprenant la CDU et la CSU qui encourager la religion de la chrétienté et tente lʼimpossible pour déclin cela.

Kulturgüter

Bis auf’s Essen, dem französischen Kulturgut schlecht hin, gibt es noch weitere Kontaktpunkte zwischen ihr, der Kultur, und mir.

Da wären z.B. die sechs Filme, die mir Pascale geliehen hat, die typisch für das Land sind, die ich unbedingt sehen solle:

- Mon Oncle (1956)
- A Bout De Souffle (1960)
- La Grande Vadrouille (1966) – bereits gesehen, sehr lustig
- L’Aventure c’est L’Aventure (1972)
- Les Marmottes (1993)
- Scenes De Crimes (1999)

Oder aber den Film, welchen wir in der ersten Orientierungswoche gesehen haben:

- Le Dîner des cons (1998)

Aber auch in gedruckter Art und Weise gibt/gab es Erstkontakt, z.B. in Form des von mir am gestrigen Tage gekauften Buches “Le Petit Nicolas et Le Ballon”. Oder aber die BDs von Tintin, die ich angefangen habe..

Musikalisch hingegen habe ich noch nix entdecken können.. wobei doch. Gestern habe ich im FNAC (allein der Name is schon genial, im Prinzip ein Saturn mit integriertem Thalia) endlich nach längerer Suche das Regal mit der elektronischen Musik gefunden.. toll. ;)

KW3, 18.1. – 22.1

Kurzer Wochenrückblick, wobei nicht viel passiert ist…

Bin am Montag vom Intermediate-Kurs (IK) “French as 2nd language” in den Advanced-Kurs (AK) gewechselt, da im IK auf Wunsch einer einzelnen Kanadierin das Erklärmuster von Erst-Französisch-dann-Englisch in Erst-Englisch-und-dann-Französisch geändert wurde und der Teil in Französisch mit zunehmender Uhrzeit immer mehr vernachlässigt wurde. Ergo, am Ende, wurde in dem Kurs nur noch Englisch gesprochen und nix großartiges erklärt, außer zB wie man das “u” ausspricht.

Der AK hatte es natürlich gleich etwas in sich.. Bienvenue chez la grammaire.
Und so ging’s den Rest der Woche auch weiter. Vom Passé composé, zum Subjonctif, zum Imparfait, weiter zum Futur, Conditionnel present, Passé simple etc. pp. Am Freitag stand dann auch die finale Abschlussprüfung an. Es gab, glaube 8 Seiten mit Grammatik und als zweiten Teil einen Text zu lesen.
Dieser Text hier musste gelesen werden, und auf 2-3 Seiten kurz die eigene Meinung zur Problematik, sowie ein Vergleich zum Heimatland gezogen werden. Fantastisch. Kurzer Abriss des Textes: Kirchenschließung und Abriss oder eher Renovierung/Restauration. Tolles Thema. Konnte ganze 336 Wörter dazu in feinstem Anfängerfranzösisch niederschreiben.

Mittwoch hatten wir eine zweistündige Führung durch die Kathedrale von Amiens. Es war sehr interessant, es gab nur einen Haken: es war schweinekalt! So unglaublich kalt, dass wir nach der Hälfte der Zeit schon über die Hälfte der anfänglich relativ großen Gruppe verloren hatten..

Ansonsten.. ist nicht viel passiert. Die Abende verbring ich im Moment meist daheim, bzw. beim Abendbrot mit Pascale, meiner Gastgeberin und sprech mit ihr Französisch, bzw. sie mit mir. Eine bessere Chance die Sprache zu lernen gibt’s nicht. Allerdings ist mein Sprachzentrum am Abend etwas breiig, den ganzen Tag 3 Sprachen verstehen und sprechen ist ansatzweise anstrengend.. aber dennoch lustig.

So denn: j’espere à demain!

Aufarbeitung

Bin gerade dabei die letzte Woche (KW2) in Worte zu fassen. Es ist viel passiert!
Sobald dies geschehen ist, die Grammatik, der Ausdruck und die optimale Dosis an Informationsgehalt gewählt ist, geht’s hier eben mit den Geschehnissen der letzten Woche weiter. :)

Update killed Design, Update: 24.01.2010

Grad festgestellt, dass das Update des Themes mein Design gekilled hat.
Ich stell’s wieder her, sobald ich mich wieder mit FTP-Servern verbinden kann.

Update: Mit dem automatischen Update hat’s natürlich auch meine speziell angefertigten CSS-Dateien entsorgt.. klassischerweise find ich sie grad nicht.. ergo das mit dem Design-Update dauert wohl noch ein wenig. :(

4ieme jour

Da heute nix weiter passieren wird, gibt’s ausnahmsweise heute schon mal den Tagesrückblick. Vllt ergänze ich morgen, sollte noch etwas spannendes passieren. Wohl aber eher nicht.

Camille, Germain und ich sind heute durch Amiens spaziert. Soweit so unspannend. Doch. Nein. Es sollte eklig werden.

> Für alle schwachen Gemüter, überspringet den nächsten Absatz!
Wir liefen so die Straße lang, kamen zwei Frauen, etwas heruntergekommen angelaufen. Die eine schnitt uns komisch den Weg ab.. und die andere hockte sich ganz spontan in eine Ecke, auf die wir zu liefen, hob den Rock, muss ich erwähnen das man “beste Aussicht” hatte? und fing an auf den Gehweg zu… Moment, anständiges Wort.. urinieren*. Es war so nah bei uns, dass das Urin**, welches sich Richtung Straße bewegte und fast unsere Schuhe berührte.. Camille sofort: “OMG?! WTF?! How could someone do that in public??”
Widerlich!! Ich dachte auch ich schau nicht richtig.. ürgs.
Das Bild hat sich in mein Kopf eingebrannt..
Camille meinte so “for the rest of the day I only want to see pictures of flowers, nice cute animals, babies” :D
Und jede Pfütze auf der Straße erinnerte uns unweigerlich an das erlebte..

*,** denkt euch einfach vulgärere Worte ;)

> Weiterlesen..
Unabhängig dieser Geschichte haben wir ne Menge in Amiens gesehen.. je öfters man nen Rundgang macht, desto kleiner wird die Stadt.. wobei ich immer noch keine Fotos gemacht hab.. btw. Googles StreetView gibt nen guten Überblick über Amiens, da brauch man fast gar keine Fotos machen. ;)
Was auffällt hier liegt überall sehr viel Poo/Merde rum.

Abschließend noch ein bisschen Lobhudelei.
Ich musses noch einmal wiederholen: Videochat mit GoogleTalk geht über den Browser superb.
Auch wenn nix geht, dank restriktiver Proxy-Einstellungen, Googles Dienste laufen. 1A. Kann man wirklich nicht meckern!
Also wer mit mir chatten, oder Videochatten möchte ist herzlich eingeladen dies über GoogleTalk zu machen. :)

Dritter Tag

Samstag. Nicht viel passiert. Bin mit Camille und Germain im Carrefour gewesen und haben Lebensmittel fürs Wochenende gekauft. Erwähnte ich schon, dass die unglaublich teuer sind? Aber ein Angebot.. unglaublich.

Später am Tage konnte ich nach anfänglichen Problemen (auf meiner Seite) erfolgreich die Video- und Audiofunktion von GoogleChat mit Maria nutzen.. superb. Hipp Hipp.. Am Abend lies uns allerdings das Netzwerk im Stich.

Ansonsten haben wir drei am Abend gemeinsam Abendbrot gegessen und gequatscht, bevor jeder sich mit einem Film beschäftigte. Während des Essen wurde mir die Geschichte vom Erhalt einer Arbeitserlaubnis und eines Visas für die EU von den beiden geschildert. Bürokratie in Bestform.

Alles in allem ist das Wochenende soweit doch sehr langweilig. Heute wird wahrscheinlich nicht anders. Ab Montag geht das zwei wöchige Rahmenprogramm los.

Sollte sich wer wundern, warum noch keine Fotos zu sehen sind, mag das daran liegen, dass ich noch keine gemacht hab. Für Amienser Verhältnisse ist’s unendlich kalt, und ich einfach zu frostmemmig.

Btw. wenn wer mit mir reden mag, einfach GoogleChat nutzen. ;)

Tag 2

Ma sehen ob ich dieses Tempo, jeden Tag ein Post, ein halbes Jahr lang, durchhalten kann. ;)
Da der Tag gestern sehr(?) erfolgreich war… erfolgt nun eine weitere Aufzählung erfolgreicher Dinge.

- Erfolgreich habe ich ein Paar Karten erhalten: Amiens und Umgebung (Picardie).
- Erfolgreich erste Stadterkundung durchgeführt. Amiens ist doch kleiner als erwartet, dennoch sehr hübsch.
- Erfolgreich, in memorandum an die CoC09 ins örtliche Carrefour gerannt und erstmal, typisch deutsch, Preise verglichen. Billigste Toast (Carrefoureigenmarke) lag bei 1,15€ iVgl dazu 0,45€ Aldihausmarke. Werde wohl Baquettes verzehren.. die sind, landestypisch, sehr günstig.
- Erfolgreich mittels Salami mir ein Stück Füllung eines Zahnes rausgebrochen. Dazu muss ich anmerken, da fehlte schon was.. doch der Zahnklemptner, also der deutsche, meinte stets, dass es schon passe. Hoffe ich das Beste, für den Rest. Sonst.. puh.
- Erfolgreich die Zeit mit zwei Filmen bis zum Willkommensesssen aller Erasmusstudenten totgeschlagen.
- Erfolgreich am Willkommensessen aller Erasmusstudenten teilgenommen. Es gab, landesuntypisch, Pizza. Habe neben (vielen) Franzosen, Rumänen, Mexikanern, Amerikanern, Iren, einen Deutschen, den Gernot, von der TU Göttingen, kennengelernt.
- Erfolgreich nachdem Essen die erste Erasmusparty überlebt. Dort noch mehr Menschen getroffen. Faktisch ist es auf solch Partys laut, sehr laut, noch lauter. Jeder schreit und kreischt, gemischt mit ner Menge Alkohol und musikalischer Hintergrundbeschallung ist es dennoch irgendwie lustig.
- Erfolgreich habe ich Dinge über den Ablauf des “Studiums” hier erfahren. It’s gonna be a great fun for all of us. ;) In aller Kürze: jede Woche ein Kurs mit einem Thema, dieser geht exakt 3 Tage, mit “Abschlussprüfung”, der Rest der Woche ist frei. Jede Woche mittwochs ist Partytag, so sagte man mir.
- Erfolgreich mich in Englisch und einfachstem Französisch unterhalten. Wobei mir die Illusion zerstört wurde, man würde gut französisch lernen. Wohl eher sei man nachher in Englisch fitter.
- Erfolgreich gegen 3 Uhr nachts Camille, keine Französin, sondern Kanadierin und Praktikantin im International Office, wach gemacht, damit sie mich in die Wohnung lässt, da ich keinen Schlüssel habe, und keinen bekommen werde..